Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Studie: Erderwärmung hat sich seit 2015 deutlich beschleunigt

Die Erderwärmung hat sich einer Studie zufolge seit 2015 beschleunigt. Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam berichtet im Fachblatt "Geophysical Research Letters", die globale Temperatur sei von 1970 bis 2015 um durchschnittlich 0,2 Grad Celsius pro Dekade angestiegen - im Jahrzehnt danach seien es schon etwa 0,35 Grad gewesen.

    Zu sehen ist der rissige Grund des Rheins bei Düsseldorf nach einer langen Dürreperiode.
    Die Erderwärmung führt in Deutschland unter anderem zu trockeneren Sommern (Archivbild). (pa/Jochen Tack)
    Damit sei das Erwärmungstempo in den letzten Jahren höher als in jedem vorherigen Jahrzehnt seit Beginn der Messungen im Jahr 1880.
    Wie das an der Studie beteiligte Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung mitteilte, rechneten die Forscher natürliche Einflüsse auf die globale Temperatur heraus - etwa Vulkanausbrüche, das Wetterphänomen El Niño, und Sonnenzyklen. Demnach wird die beschleunigte Erderwärmung seit 2015 durch die Studie erstmals statistisch signifikant belegt. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, würde die im Pariser Klimaabkommen anvisierte 1,5-Grad-Grenze laut den Forschern voraussichtlich vor 2030 erreicht. Wie schnell sich die Erde weiter erwärme, hänge letztlich davon ab, wie bald der globale CO2-Ausstoß aus fossilen Brennstoffen auf null reduziert werde.
    Diese Nachricht wurde am 07.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.