Pandemien
Studie: Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Viren kommen oft zu spät

Treten bei einer Epidemie die ersten Krankheitsfälle auf, ist es einer Studie zufolge oft schon zu spät für Gegenmaßnahmen.

    Ärzte vor Betreten der Covid-Station. Sie tragen Schutzkleidung und ziehen sich Handschuhe an.
    Die Ausbreitung von Viren wird oft zu spät bemerkt. (imago / imagebroker / Florian Bachmeier)
    Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsteam, das untersucht hat, wie sich das Corona-Virus in US-amerikanischen Ballungsräumen ausgebreitet hat. Das Gleiche machten die Forschenden für eine Grippepandemie aus dem Jahr 2009. Das Ergebnis: In den meisten Ballungsräumen hatten sich die Viren in den Simulationen schon längst ausgebreitet, als der Staat schließlich etwas unternahm. Die Forschenden empfehlen deshalb, mehr auf Abwasserkontrollen zu setzen – damit neue Viren schon vor der Ausbreitung erkannt werden.
    Und: Gerade in Metropolen wurden die Viren schnell weitergegeben – in den USA waren es besonders New York und Atlanta. Weiter verteilt wurden sie dann weniger durch das Berufspendeln, als vielmehr durch Flugreisen.
    Diese Nachricht wurde am 07.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.