Studie: Mehrheit sorgt sich um Zusammenhalt in Deutschland

Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland sorgt sich laut einer Erhebung um den Zusammenhalt der Gesellschaft.

    Viele Menschen in der Fußgängerzone nahe des Wuppertaler Hauptbahnhofs
    Die Mehrheit der Deutschen sorgt sich um Zusammenhalt. (picture alliance / Jochen Tack)
    Rund 76 Prozent der Befragten stimmten voll oder weitgehend der Aussage dazu, dass der Zusammenhalt gefährdet sei, wie eine repräsentative Studie im Auftrag von ARD, ZDF und Deutschlandradio darlegt. Rund drei Viertel führten das auf soziale Ungleichheiten zurück. Teile der Politik und der Gesellschaft drängen deshalb auf Umverteilung. Der Philosoph Hanno Sauer von der Universität Utrecht bezweifelt indes in seinen Veröffentlichungen, ob sich eine Gesellschaft überhaupt mit ökonomischen Umverteilungsmaßnahmen nach den allgemein verbreiteten Gerechtigkeitsvorstellungen gestalten lasse. Im WDR und Deutschlandfunk Kultur sagte er, je mehr man wirtschaftlich Gleichheit herstelle, desto mehr prägten sich andere Formen sozialer Statushierarchien heraus. In modernen, liberalen Gesellschaften müsse man sich mit Ungleichheiten abfinden und sich mehr auf den Umgang damit konzentrieren.
    Diese Nachricht wurde am 18.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.