Campus & Karriere: Die Umfrage durchgeführt hat die Innofact AG und mit der Projektleiterin Juliane Kammel bin ich jetzt verbunden. Frau Kammel, wie viele Studenten waren für welche Art von Studiengebühren?
Kammel: Also wir haben ein etwas differenziertes Ergebnis bekommen, und zwar sagen 28 Prozent der Studenten, dass sie grundsätzlich keine Studiengebühren haben möchten. Dann haben wir insgesamt 70 Prozent der Studenten, die also durchaus bereit wären, Studiengebühren zu zahlen. Das teilt sich aber nochmals ein bisschen genauer auf, und zwar sagen 29 Prozent, dass Studiengebühren erst für das Zweitstudium erhoben werden sollen, 33 Prozent meinen, dass Studiengebühren schon für das Erststudium erhoben werden sollten, aber erst nach Ablauf der Regelstudienzeit, und dann sagen noch 8 Prozent, dass Studiengebühren generell erhoben werden sollten, also im Prinzip schon von Anfang an für das Erststudium.
Campus & Karriere: Aber die große Masse sagt, OK, Studiengebühren, aber wenn, dann bitte nur für das Zweitstudium?
Kammel: Genau, für das Zweitstudium beziehungsweise nach Ablauf der Regelstudienzeit im Erststudium.
Campus & Karriere: Das ist ja der Hauptknackpunkt, das Thema Studiengebühren. Was haben Sie denn sonst noch gefragt?
Kammel: Was wir noch gefragt haben, ist zum Beispiel, inwiefern die Schulzeit verkürzt werden sollte, das Abitur nur noch zwölf Schuljahren dauern sollte. Da stimmen die Studenten zu. Das finden knapp zwei Drittel der Studierenden sehr gut oder gut.
Campus & Karriere: Und wie ist die Einstellung zu den neuen Studienabschlüssen Bachelor und Master, auch ein großes Thema im Moment?
Kammel: Ja, da sieht man, dass ist für die Mehrzahl der Studierenden zumindest nicht persönlich interessant. Also wir haben da nur 20 Prozent jeweils ungefähr, die sagen, das wäre für sie persönlich ein interessanter Abschluss, wobei es so ist, dass wir auch noch ganz allgemein gefragt haben, wie das bewertet wird, und da sagt jeweils ein Drittel bis 40 Prozent, dass sie diese Studiengänge schon sehr gut oder gut bewerten, aber man sieht eben, das ist für die wenigsten persönlich interessant.
Campus & Karriere: Haben Sie die Studierenden gefragt, ob sie diese neuen Studiengänge Bachelor und Master überhaupt kennen?
Kammel: Das haben wir vorher nicht gefragt. Wir haben allerdings einen Punkt mit drin, dass sie auch als Antwortmöglichkeit "das kann ich nicht beurteilen" haben. Das bieten wir immer an. Wir haben auch eine Antwort vorgesehen, "das kommt für meinen Studiengang oder meine derzeitigen Studienphase nicht in Frage".
DLF: Wie viele haben gesagt, das können Sie nicht beurteilen?
Kammel: Bei dem Studiengang Bachelor haben das 7 Prozent gesagt und bei dem anderen ist es ebenso ein kleiner Prozentsatz.
Campus & Karriere: Wir stoßen jetzt ein bisschen in die Methodik vor. Wie haben Sie denn diese Daten erhoben? Was war die Methode?
Kammel: Das war eine Online-Befragung. Die Innofact AG verfügt über einen Online-Panel, da sind insgesamt über 60.000 registrierte auch identitätsgesicherte Teilnehmer drin. Wir haben das so gemacht, dass wir die Stichprobenstruktur gleich angepasst haben an die Gesamtzahl der Studierenden in Deutschland hinsichtlich der Merkmale Geschlecht und Studienfach. Dann haben wir entsprechend die Teilnehmer ausgewählt, sie haben eine Einladung per E-Mail mit einer Nummer drin bekommen, so dass sie über diese Nummer in den Fragebogen hineinkommen können und online die Fragen beantworten können. Insgesamt sind 1.002 Studierende gefragt worden.
Campus & Karriere: Und ist die Studie repräsentativ?
Kammel: Die ist repräsentativ für Studierende in Deutschland hinsichtlich dieser beiden Merkmale Geschlecht und Studienfach.
Campus & Karriere: Danke für das Gespräch.
Kammel: Also wir haben ein etwas differenziertes Ergebnis bekommen, und zwar sagen 28 Prozent der Studenten, dass sie grundsätzlich keine Studiengebühren haben möchten. Dann haben wir insgesamt 70 Prozent der Studenten, die also durchaus bereit wären, Studiengebühren zu zahlen. Das teilt sich aber nochmals ein bisschen genauer auf, und zwar sagen 29 Prozent, dass Studiengebühren erst für das Zweitstudium erhoben werden sollen, 33 Prozent meinen, dass Studiengebühren schon für das Erststudium erhoben werden sollten, aber erst nach Ablauf der Regelstudienzeit, und dann sagen noch 8 Prozent, dass Studiengebühren generell erhoben werden sollten, also im Prinzip schon von Anfang an für das Erststudium.
Campus & Karriere: Aber die große Masse sagt, OK, Studiengebühren, aber wenn, dann bitte nur für das Zweitstudium?
Kammel: Genau, für das Zweitstudium beziehungsweise nach Ablauf der Regelstudienzeit im Erststudium.
Campus & Karriere: Das ist ja der Hauptknackpunkt, das Thema Studiengebühren. Was haben Sie denn sonst noch gefragt?
Kammel: Was wir noch gefragt haben, ist zum Beispiel, inwiefern die Schulzeit verkürzt werden sollte, das Abitur nur noch zwölf Schuljahren dauern sollte. Da stimmen die Studenten zu. Das finden knapp zwei Drittel der Studierenden sehr gut oder gut.
Campus & Karriere: Und wie ist die Einstellung zu den neuen Studienabschlüssen Bachelor und Master, auch ein großes Thema im Moment?
Kammel: Ja, da sieht man, dass ist für die Mehrzahl der Studierenden zumindest nicht persönlich interessant. Also wir haben da nur 20 Prozent jeweils ungefähr, die sagen, das wäre für sie persönlich ein interessanter Abschluss, wobei es so ist, dass wir auch noch ganz allgemein gefragt haben, wie das bewertet wird, und da sagt jeweils ein Drittel bis 40 Prozent, dass sie diese Studiengänge schon sehr gut oder gut bewerten, aber man sieht eben, das ist für die wenigsten persönlich interessant.
Campus & Karriere: Haben Sie die Studierenden gefragt, ob sie diese neuen Studiengänge Bachelor und Master überhaupt kennen?
Kammel: Das haben wir vorher nicht gefragt. Wir haben allerdings einen Punkt mit drin, dass sie auch als Antwortmöglichkeit "das kann ich nicht beurteilen" haben. Das bieten wir immer an. Wir haben auch eine Antwort vorgesehen, "das kommt für meinen Studiengang oder meine derzeitigen Studienphase nicht in Frage".
DLF: Wie viele haben gesagt, das können Sie nicht beurteilen?
Kammel: Bei dem Studiengang Bachelor haben das 7 Prozent gesagt und bei dem anderen ist es ebenso ein kleiner Prozentsatz.
Campus & Karriere: Wir stoßen jetzt ein bisschen in die Methodik vor. Wie haben Sie denn diese Daten erhoben? Was war die Methode?
Kammel: Das war eine Online-Befragung. Die Innofact AG verfügt über einen Online-Panel, da sind insgesamt über 60.000 registrierte auch identitätsgesicherte Teilnehmer drin. Wir haben das so gemacht, dass wir die Stichprobenstruktur gleich angepasst haben an die Gesamtzahl der Studierenden in Deutschland hinsichtlich der Merkmale Geschlecht und Studienfach. Dann haben wir entsprechend die Teilnehmer ausgewählt, sie haben eine Einladung per E-Mail mit einer Nummer drin bekommen, so dass sie über diese Nummer in den Fragebogen hineinkommen können und online die Fragen beantworten können. Insgesamt sind 1.002 Studierende gefragt worden.
Campus & Karriere: Und ist die Studie repräsentativ?
Kammel: Die ist repräsentativ für Studierende in Deutschland hinsichtlich dieser beiden Merkmale Geschlecht und Studienfach.
Campus & Karriere: Danke für das Gespräch.