GesprächStudio LCB
26.05.2026 19:30 Uhr, Berlin
Literarisches Colloquium, Am Sandwerder 5

Gast: Hans Pleschinski
Gesprächspartner: Anja Kampmann und Jens Bisky
Moderation: Maike Albath
Gesprächspartner: Anja Kampmann und Jens Bisky
Moderation: Maike Albath
Ein deutscher Abiturient reist Mitte der 1970er-Jahre mit seinem kostbaren Taufbesteck in der Tasche nach Paris und nimmt in einer Jugendherberge Quartier. Als er am nächsten Morgen aufwacht, sitzt ihm ein schöner junger Mann gegenüber, und um den neugierigen Niedersachsen ist es geschehen. Gemeinsam mit Serge erobert der Ich-Erzähler Paris. Aber nicht Serge, sondern der ältere Volker, Galerist und eingeschworener Bohemien, wird letztlich zu seinem Begleiter. In seinem Roman „Bildnis eines Unsichtbaren“ schildert Hans Pleschinski die unbändige Lebenslust jener Jahre, lässt Impressionen aus der Provinz einfließen, erzählt von einer großen Liebe und der Münchner Schwulenszene. Grundiert wird das spektakuläre Epochenbild, das dem Autor 2002 den Durchbruch brachte und jetzt in einer Neuausgabe erscheint, vom Beginn der Aids-Epidemie.
Aus Anlass seines 70. Geburtstags blicken wir im Studio LCB mit Jens Bisky und Anja Kampmann auf das breit gefächerte Werk von Hans Pleschinski zurück. Neben seinen autobiografisch inspirierten Romanen und virtuosen Zeitgeistsatiren gibt es die großartigen literaturhistorischen Erkundungen von Thomas Mann in „Königsallee“ und Gerhart Hauptmann in „Wiesenstein“. Als Herausgeber und Übersetzer hat sich Pleschinski um die französische Literatur des 18. Jahrhunderts verdient gemacht und den Esprit von Madame de Pompadour, dem Herzog von Croÿ und Marie Antoinettes Kammerfrau Henriette Campan vermittelt.
Sendung:
30.5.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk
31.5.2026, 0.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
30.5.2026, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk
31.5.2026, 0.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur
Änderungen vorbehalten