Winterwetter
Sturmtief "Elli": Einschränkungen bei der Bahn und auf Straßen erwartet - Schulausfall in Teilen Norddeutschlands

Deutschland bereitet sich auf Schnee und Sturm vor. Ab dem Abend erwartet der Deutsche Wetterdienst in weiten Teilen des Landes durch Sturmtief "Elli" Neuschneemengen bis zu 20 Zentimetern, morgen soll es dann stürmisch werden. Das gilt vor allem für den Norden und Osten Deutschlands.

    Schnee wird über eine Straße geweht, auf der ein Auto fährt.
    Sturmtief "Elli" bringt kräftigen Schneefall (Archivbild) (dpa / Sebastian Willnow)

    Spiegelglatte Straßen und orkanartige Böen erwartet

    Bundesverkehrsminister Schnieder sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", alle verfügbaren Kräfte seien auf den Straßen, Bahnhöfen und Schienen unterwegs, damit die Verkehrswege sicher befahrbar bleiben. Vor allem in den Schwerpunktregionen seien die Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz. Vielerorts wird mit spiegelglatten Straßen und orkanartigen Böen gerechnet.

    Warnungen vor Glätte und Sturm

    Demnach werden vor allem im Norden und Osten bis zu 20 Zentimeter Neuschnee sowie Schneeverwehungen durch starken Wind erwartet. Der DWD hat deswegen eine Unwetterwarnung für Teile der Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg herausgegeben. Es werden stürmische Böen und an den Küsten Sturmböen vorhergesagt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie veröffentlichte eine Sturmflutwarnung für die Lübecker und die Kieler Bucht. An der niedersächsischen Nordseeküste wird der Fährverkehr morgen teilweise eingestellt. In Hamburg bleiben die Schulen geschlossen. Im Westen und Süden kann es ab der Nacht sehr glatt werden, wenn der Schneefall in Eisregen, beziehungsweise in Regen übergeht.

    Deutsche Bahn kündigt Einschränkungen an

    Die Deutsche Bahn rechnet ab dem Nachmittag mit Beeinträchtigungen des Fernverkehrsvor allem im Norden und Nordosten. Zudem seien Fernzüge auf einigen Schnellfahrstrecken vorsorglich langsamer unterwegs als gewohnt. Fahrgäste müssten mit Verspätungen und verpassten Anschlüssen rechnen.

    Mehr Verletzte in den Notaufnahmen der Krankenhäuser

    Unfälle durch Eis und Schnee sorgen bereits jetzt für eine wachsende Belastung der Kliniken. Die Wetterlage führe zu einem deutlichen Anstieg der Patientenzahlen in den Notaufnahmen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    CDU sagt Klausurtagung ab

    Der CDU-Vorstand sagte seine geplante Klausurtagung in Mainz wegen der aktuellen Wetterlage ab. "Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen", teilte eine Parteisprecherin mit.
    In Brandenburg rief das Verkehrsministerium die Bürger auf, auf unnötige Fahrten mit dem Auto zu verzichten und zu Hause zu bleiben. Auf Fehmarn empfahl der Bürgermeister, sich mit Lebensmitteln für mindestens drei Tage einzudecken, damit man die Wohnung während der schwierigen Wetterlage nicht verlassen müsse.
    Auch der Senat in Hamburg riet den Menschen, am Freitag möglichst zu Hause zu bleiben. Bei prognostizierten bis zu 15 Zentimeter Neuschnee und Schneeverwehungen sollte man "auf nicht unbedingt nötige Fahrten verzichten und bei Aufenthalten im Freien, insbesondere bei der Teilnahme am Straßenverkehr, besondere Vorsicht" walten lassen, hieß es. 

    Weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben: Schulausfall in Hamburg und Teilen Niedersachsens - Distanzunterricht in Bremen

    In Hamburg gibt es bereits witterungsbedingte Ausfälle oder Störungen bei den S- und U-Bahnen sowie im Busverkehr, wie die Betreiber mitteilten. Auch in Schleswig-Holstein gibt es Zugausfälle und Verspätungen. In Hamburg und Bremen sagten die Schulbehörden den Präsenzunterricht für morgen ab. Wegen des anhaltenden Winterwetters mit viel Neuschnee und glatten Straßen fällt auch an manchen Orten in Niedersachsen in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.