Diskussion um Alkoholsteuer
Suchtberaterin Holm: "Wenn Preise steigen, wird weniger Alkohol gekauft"

Höhere Steuern auf alkoholische Getränke dürften nach Einschätzung der Suchtberaterin Holm Auswirkungen auf den Konsum haben. Man sehe, dass insgesamt weniger Alkohol getrunken werde, wenn die Preise stiegen, sagte Holm im Deutschlandfunk. Gesundheitspolitiker und Ärzte werben für höhere Alkoholpreise.

    Schnaps-Flaschen in einer Bar.
    Flaschen mit Spirituosen in einer Bar (Symbolbild). (picture alliance / M.i.S. / Bernd Feil)
    Vor allem eine höhere Besteuerung von Hochprozentigem sei sinnvoll, betonte die Expertin von der ambulanten Suchthilfe in Bonn. Höhere Preise für alkoholische Getränke könnten vor allem einen positiven Effekt auf das Trinkverhalten von Jugendlichen haben, so Holm.
    Alkoholische Getränke sind in Deutschland so günstig wie in kaum einem anderen EU-Land. Die Preise im deutschen Einzelhandel lagen im Oktober 14 Prozent unter dem EU-Schnitt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt hatte. Demnach ist Alkohol nur in Italien noch billiger.
    Fachpolitiker von CDU und SPD hatten sich für höhere Steuern auf Alkohol ausgesprochen. Die Bundesregierung plant, das sogenannte begleitete Trinken zu verbieten. Dazu wird laut dem Bericht ein Gesetzentwurf vorbereitet. Derzeit ist Jugendlichen der Konsum von Bier, Wein und Sekt erlaubt, wenn die Eltern dabei sind.
    Diese Nachricht wurde am 13.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.