Kosten des Alkohol- und Tabakkonsums
Suchtberatung fordert Sonderabgabe von Handel und Herstellern

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen fordert angesichts der Folgekosten von Alkohol- und Tabakkonsum eine Abgabe von Herstellern und Handel. Beide würden bislang nicht an den enormen Schäden beteiligt, die durch den Gebrauch ihrer Produkte entstünden, teilte die DHS in Hamm mit. Anlass ist der bundesweite Aktionstag an diesem Donnerstag.

    Ein Glas Alkohol und ein voller Aschenbecher, dazu unscharf im Hintergrund ein Mann, der das Glas in der Hand hält und an einer Zigarette zieht.
    Ein Mensch raucht und trinkt (Symbolbild zur Illustration des Themas) (picture-alliance/blickwinkel/McPHOTO/M. Begsteiger)
    Konkret schlägt die DHS eine zweckgebundene Abgabe auf alle legalen Suchtmittel sowie Glücksspielangebote vor. Die Mittel sollen uneingeschränkt für Vorbeugung, Beratung, Behandlung und Erforschung von Abhängigkeits-Erkrankungen bereitgestellt werden. Nach Angaben der DHS gibt es in Deutschland rund acht Millionen Suchtkranke.
    Bei Sozialkassen und Gesundheitswesen entstünden 57 Milliarden Euro Kosten durch die Folgen von Alkoholkonsum. Der Tabakkonsum schlage mit rund 97 Milliarden Euro zu Buche.
    Diese Nachricht wurde am 12.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.