Nach angekündigten EU-Maßnahmen
Suchtexperte rät bei Tiktok und anderen Sozialen Medien zu Aufklärung und Verboten

Der Mediensuchtexperte Florian Buschmann rät im Umgang mit Social-Media-Plattformen zu einem zweigleisigen Weg aus Verboten und Aufklärung.

    TikTok Logo
    "Wenn so viele Reize auf einen Menschen einprasseln, fällt das Gehirn in einen Autopilotmodus." (IMAGO / NurPhoto /Jonathan Raa)
    Verbote alleine reichten nicht aus, sagte er im WDR-Hörfunk. Es gehe auch darum, Kinder und Jugendliche bewusst stark zu machen, damit sie gar nicht erst in diese Welt abglitten. Möglich wären komplette Sperren über Nacht oder eine klare Altersverifikation. TikTok sei ein Extrembeispiel, führte Buschmann aus. Die Suchtmechanismen dort gebe es mittlerweile aber auch bei YouTube, Snapchat und Instagram. Wenn so viele Reize auf einen Menschen einprasselten, falle das Gehirn in einen Autopilotmodus. Die Reize übermannten die Selbstkontrolle, die jemand habe, um aufhören zu können. Man wolle immer wieder einen neuen Reiz.
    Die EU-Kommission hat Tiktok gestern mit Strafen gedroht, wenn die App ihre, wie es hieß, manipulative und abhängig machende Struktur nicht ändere. Tiktok wies die Vorwürfe zurück und kündigte an, die Aufforderungen anzufechten.
    Diese Nachricht wurde am 07.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.