Verhandlungen in der Schweiz
Sudans Militär entsendet Delegation, spricht aber noch nicht mit RSF-Miliz

Das sudanesische Militär hat eine Delegation zu den Friedensgesprächen in Genf entsandt, ist aber noch nicht bereit zu direkten Verhandlungen mit der RSF-Miliz.

    Armeechef und General Abdel Fattah al-Burhan
    Sudans Armeechef General Abdel Fattah al-Burhan entsendet nun offenbar eine Delegation zu den am Mittwoch gestarteten Verhandlungen nach Genf (Archivbild). (picture alliance / dpa / AP / Aron Ranen)
    Der Chef von Armee und Regierungsrat, al-Burhan, sagte laut einem Bericht der Zeitung "Sudan Tribune", die Vertreter seien in die Schweiz geschickt worden, um eine Umsetzung der Erklärung von Dschidda zu besprechen. Darin hatten beide Seiten im Mai 2023 unter Vermittlung der USA und Saudi-Arabiens zugesichert, die Zivilbevölkerung zu schützen. Al-Burhan sagte, wenn die RSF-Miliz sich nicht wie vereinbart aus ziviler Infrastruktur zurückziehe, werde man sie im Kampf vertreiben.
    Seit April 2023 kämpfen die sudanesische Armee und die frühere Spezialeinheit RSF um die Vorherrschaft im Sudan. Der Konflikt hat Millionen Menschen in die Flucht getrieben und eine der schwersten Hungerkrisen der vergangenen Jahre ausgelöst. Am Mittwoch haben in Genf von den USA angestoßene Gespräche über eine Waffenruhe begonnen.
    Diese Nachricht wurde am 18.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.