
Außenminister Macinka sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung", dass das traditionelle Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Tschechien stattfinden solle, sei ein sehr unglücklicher Vorgang. Vor allem viele ältere Menschen könnten das nicht akzeptieren. Die Regierung habe deshalb im tschechischen Parlament eine Resolution gegen das Treffen in zwei Wochen eingebracht. Die Opposition blockiert eine Abstimmung darüber. Sie wirft der Regierung Populismus vor. Der Sudetendeutsche Tag soll am Pfingstwochenende in der Stadt Brünn stattfinden. Aus Sicht des Vertriebenenverbands ist das Treffen in Tschechien ein Zeichen, dass es möglich sei, Gräben zu überbrücken.
Die Beziehungen zwischen den Sudetendeutschen und den Tschechen waren über Jahrzehnte belastet. Nach dem Zweiten Weltkrieg und den Schrecken der nationalsozialistischen Besatzung waren rund drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben worden. Viele von ihnen fanden in Bayern eine neue Heimat.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
