Analyse von Quarzklumpen
Südamerikanische Atacama-Wüste 25 Millionen Jahre älter als gedacht

Die Atacama-Wüste in Südamerika ist älter als bisher angenommen.

    Das Bild zeigt den Mond über einem Berg in der Atacama-Wüste.
    Die Atacama-Wüste (Archivbild) (ESO/Gerhard Hüdepohl)
    Die Verwüstung des Gebiets habe nach dem Zeitalter des Eozäns begonnen, schreiben Forscher der Universitäten in Köln, Frankfurt am Main und Glasgow in der Fachzeitschrift "Nature Communications".
    Demnach ist die Atacama-Wüste rund 45 Millionen Jahre alt. Bisher war die Wissenschaft davon ausgegangen, dass die Trockenheit im frühen bis mittleren Miozän vor etwa 10 bis 20 Millionen Jahren einsetzte.
    Für ihre Studie hatten die Wissenschaftler eigenen Angaben zufolge mehr als 130 Quarzklumpen vom Wüstenboden untersucht. Es sei analysiert worden, wie sich Mineralien an der Erdoberfläche unter kosmischer Strahlung veränderten. Die Forscher argumentieren, dass die Erdoberfläche in der Atacama-Wüste wegen sehr geringer Niederschläge über lange Zeit unverändert bleibe.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.