Samstag, 21. Mai 2022

Syrien
Verwirrungen über Aussage zu Assad-Rücktritt

In dieser Woche startet die Syrien-Friedenkonferenz, auf die vor allem die USA und Russland setzen. Jetzt sorgen Äußerungen über die Zukunft von Staatschef Baschar al-Assad für Verwirrung.

19.01.2014

Das syrische Staatsfernsehen dementierte einen Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax, wonach Assad einen Rücktritt erneut ausgeschlossen habe. Die von Interfax gemeldeten Zitate seien nicht korrekt, hieß es im Fernsehen. Die Agentur hatte Assad zuvor die Äußerung zugeschrieben: "Wenn wir hätten aufgeben wollen, dann hätten wir dies gleich zu Beginn getan." Der syrische Präsident habe gegenüber einer russischen Abgeordnetendelegation hinzugefügt: "Diese Frage steht nicht zur Diskussion."
An der internationalen Konferenz, die am Mittwoch in Montreux am Genfer See beginnen soll, nehmen auch Vertreter der syrischen Regierung teil. Nach langem Zögern hat sich zudem die Opposition zu einer Teilnahme durchgerungen. Die Syrische Nationale Koalition erklärte, dass auch Vertreter einzelner Rebellengruppen anreisten. Die Aufständischen außerhalb der Koalition hatten eine Teilnahme bisher kategorisch abgelehnt, solange Assad nicht vorher seinen Platz räumt. Die Friedenkonferenz gilt als bislang wichtigste internationale Anstrengung zur Lösung des seit fast drei Jahren anhaltenden Konfliktes, in dem mehr als 100.000 Menschen getötet wurden.