
Die 206 Abgeordneten wählten den Rechtsexperten Awwak zu ihrem Vorsitzenden. Übergangspräsident Scharaa rief die Abgeordneten in einer Ansprache dazu auf, eine Kultur des Dialogs, einen Rechtsstaat und den Respekt der Institutionen zu etablieren. Der stellvertretende Gesandte der Vereinten Nationen für Syrien, Cordone, sprach von einem Meilenstein im politischen Übergang. Man werde die Arbeit des Parlaments genau verfolgen.
Das Übergangsparlament soll innerhalb von zweieinhalb Jahren eine neue Verfassung für Syrien entwerfen. Es war nach dem Sturz des früheren Machthabers Assad eingesetzt worden. Rund zwei Drittel der Abgeordneten wurden von einer Wahlkommission bestimmt, die von Scharaa berufen worden war. Die anderen Parlamentarier wählte er selbst aus. Kritiker bezeichneten das Verfahren deshalb als undemokratisch. Sie werfen der Regierung außerdem vor, Minderheiten wie Alawiten, Drusen und Kurden nicht ausreichend zu schützen.
Diese Nachricht wurde am 12.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





