
Präsident Scharaa rief die Abgeordneten dazu auf, die Kammer zu einem "Modell für Verantwortung und Kompetenz" zu machen. Das Parlament soll eine neue Verfassung entwerfen und die Grundlagen für eine Demokratie in Syrien legen.
Zwei Drittel der Mitglieder wurden von regionalen Wahlgremien bestimmt, ein Drittel von Scharaa selbst. Die syrische Bevölkerung konnte die Abgeordneten nicht direkt wählen. Kritiker bezeichneten das Verfahren als undemokratisch. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters gehören etwas mehr als 20 Frauen dem Parlament an, was einem Anteil von rund zehn Prozent entspreche.
Die Befugnisse der Kammer sind eingeschränkt. Gemäß einer vorläufigen Verfassungserklärung aus dem Jahr 2025 muss sich die Regierung keinem Vertrauensvotum des Parlaments stellen. Die Abgeordneten können jedoch Gesetze vorschlagen und verabschieden.
Diese Nachricht wurde am 12.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.





