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Szenenwechsel am Himmel

Wenn der helle Mond am Himmel steht, kann man selbst in ländlichen Gegenden kaum mehr als die hellsten Sterne am Nachthimmel erkennen, die Sterne der ersten Größenklasse also. Sie bilden je nach Jahreszeit große Muster, die dann ein Wiederfinden einzelner Sternbilder erleichtern.

Von Hermann-Michael Hahn |
    In der Westhälfte des Himmels finden Sie heute gegen 22:30 Uhr noch die Sterne des so genannten Wintersechsecks vollständig versammelt: Tief im Südwesten leuchten die bläulich weißen Sterne Rigel im Orion und Sirius im Großen Hund. Nahezu senkrecht darüber stehen Prokyon im Kleinen Hund und Pollux, der untere der beiden Zwillingssterne. Weiter rechts sinken die gelbliche Kapella im Fuhrmann und darunter der rötliche Aldebaran im Stier zum Horizont.

    In gleicher Höhe ihm gegenüber steigt im Osten der orangegelbe Arktur empor, der Hauptstern im Rinderhirten Bootes. Rechts unterhalb davon taucht die bläulich-weiße Spica, Hauptstern der Jungfrau, aus den horizontnahen Dunstschichten auf. Im Süden nähert sich Regulus, der Hauptstern im Löwen, seiner Höchststellung.

    Zusammen bilden diese drei Sterne Regulus, Spica und Arktur das große Frühlingsdreieck, das in den nächsten Tagen und Wochen langsam immer früher am Himmel erscheint. Zum Sommeranfang wird Regulus dann bereits am Ende der Dämmerung genau im Westen stehen und wenig später im Horizontdunst verschwinden.

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