Freitag, 26.02.2021
 
StartseiteCampus & KarriereDie Zukunft der Bildung zwischen Markt und Mensch14.04.2017

Tablet oder Humboldt? (1/3)Die Zukunft der Bildung zwischen Markt und Mensch

Teil I: Schule

Campus & Karriere blickt an den Ostertagen über den Tellerrand. Eine dreiteilige Serie beschäftigt sich mit dem Bildungssystem in den deutschsprachigen Nachbarländern Österreich, Schweiz und Deutschland. Denn die Bildung ist in allen drei Ländern im Umbruch. Im ersten Teil geht es heute um den Bereich Schule.

Moderation: Jörg Biesler

Friedrich-Gymnasium in Freiburg / Baden-Württemberg: Physiklehrer Patrick Bronner unterrichtet seine Klasse in einem Pilotprojekt mit einem Tabletcomputer. Die Schüler erarbeiten Ergebnisse mit dem Smartphone. (picture alliance / dpa)
Friedrich-Gymnasium in Freiburg / Baden-Württemberg: Physiklehrer Patrick Bronner unterrichtet seine Klasse in einem Pilotprojekt mit einem Tabletcomputer. Die Schüler erarbeiten Ergebnisse mit dem Smartphone. (picture alliance / dpa)
Mehr zum Thema

Deutscher Schulpreis Vom Glück, Schüler in Barmen zu sein

Schulen und Hochschulen haben zunehmend sehr heterogene Lerngruppen, es gibt mehr Abiturienten und mehr Studierende, die Digitalisierung fordert neue Qualifikationen, die Wirtschaft klagt über Fachkräftemangel und Bachelor-Absolventen ohne Berufsqualifikation. An den Hochschulen wird diskutiert, wer Zugang bekommt und auch, mit welchem Ziel das Studium eigentlich absolviert werden soll.

Im ersten Teil geht es heute um den Bereich Schule, der sich in allen drei Ländern in einer Phase ständigen Reformierens befindet. In Deutschland zum Beispiel gehen viele Bundesländer wieder zurück zur verlängerten Gymnasialzeit G9 und es wird überall diskutiert, welche Schulformen es neben dem Gymnasiums geben soll. Ilka Hoffmann, Leiterin des Bereichs Schule bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wünscht sich eine weiterführende Schule für alle, weil man dort nicht nur fachlich lernt, sondern auch sozial. Zugleich ist die Digitalisierung ein Riesenthema an den Schulen. Der österreichische Erziehungswissenschaftler Jan Böhm sieht Chancen in der Digitalisierung, warnt aber davor, dass derzeit Schülerinnen und Schüler noch gar nicht wissen, wie man mit digitalen Medien umgeht. Jürg Brühlmann vom schweizerischen Lehrerverband sieht die Experimente in seinem Land skeptisch, weil sie oft Werbeveranstaltungen von großen Konzernen seien. Wie also lernen Schülerinnen und Schüler, sich in der digitalen Welt zu bewegen? Und was braucht die Schule noch, um jeder und jedem gerecht zu werden?

In Campus & Karriere diskutieren:

Ilka Hoffmann, Leiterin der Bereichs Schule der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

Prof. Jan Böhm, Erziehungswissenschaftler der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich

Jürg Brühlmann, Leiter der pädagogischen Arbeitsstelle des Schweizerischen Lehrerverbands

Als Beiträge dazu:

Anderswo verboten – Tabletklassen in der Schweiz (Dietrich Karl Mäurer)
Schweizer Kantone probieren mit Unterstützung globaler Konzerne digitales Unterrichten aus.

Kein Kind zurücklassen – die Gesamtschule Barmen (Frank Krieger)
Das Engagement der Wuppertaler Schule wurde 2015 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet.                                              

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Teil 2 am 15.4.17
Teil 3 am 17.4.17

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk