Medizin
Tag der Frauengesundheit: Bundesgesundheitsministerin Warken fordert mehr Fokus auf Geschlechterunterschiede

Zum heutigen Internationalen Tag der Frauengesundheit hat Bundesgesundheitsministerin Warken gefordert, einen stärkeren Fokus auf die medizinischen Belange von Frauen zu legen.

    Das Foto zeigt Bundesgesundheitsministerin Nina Warken. Sie steht bei einer Pressekonferenz an einem Pult.
    Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will einen stärkeren Fokus auf die Frauengesundheit legen. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Bernd Elmenthaler / Geisler-Fotopr)
    Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Medizin müssten intensiver beachtet werden, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Viel zu lange sei ignoriert worden, dass Frauen andere gesundheitliche Bedürfnisse, Beschwerden und Symptome hätten als Männer. Zudem sei es problematisch, dass viele Krankheiten und Medikamente überwiegend an männlichen Patienten erforscht wurden. Dadurch würden Beschwerden häufig falsch behandelt - zum Beispiel durch eine falsche Dosierung der Arzneien. Frauen verdienten eine Gesundheitsversorgung, die ihr Geschlecht besser berücksichtige, erklärte Warken.
    Zuletzt hatte auch die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin bemängelt, dass wissenschaftliche Studien überwiegend an männlichen Probanden durchgeführt werden. Insbesondere bei der hormonellen und molekularen Grundlagenforschung bewege man sich daher gewissermaßen noch im Mittelalter.
    Diese Nachricht wurde am 28.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.