3. Mai
Tag der Pressefreiheit: UNO-Kommissar würdigt Mut von Reportern und Fotografen in aller Welt

Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, hat zum heutigen Tag der Pressefreiheit den Mut von Reportern und Fotografen weltweit gewürdigt. In einer Videobotschaft heißt es, diese dokumentierten Gräueltaten, deckten Korruption auf und überprüften Geschäftsabwicklungen.

    Ein Fotoreporter trägt auf einer Demonstration einen Aufnäher mit dem Text «PRESS» auf seiner Jacke.
    UNO-Hochkommissar Türk hat eine freie Presse als "Sauerstoff" für eine Gesellschaft bezeichnet. (dpa / Markus Scholz)
    Zugleich würden Medienschaffende in ihren Fahrzeugen bombardiert, aus ihren Büros entführt, hinter Gittern zum Schweigen gebracht und aus ihren Jobs entlassen, erklärte Türk. Dieses Jahr seien bereits 14 Journalisten getötet worden. Am riskantesten sei die Berichterstattung über bewaffnete Konflikte wie den Gaza-Krieg.
    Türk betonte, er sei überdies sehr besorgt, dass Medienschaffende zum Hauptziel von grenzüberschreitender Repression und Überwachung würden, wie sich etwa bei den Angriffen auf iranischen Journalisten im Ausland gezeigt habe. Eine freie Presse, so Türk, sei Sauerstoff für eine freie und offene Gesellschaft.

    DIHK warnt vor Schwächung der Medienvielfalt

    Die Deutsche Industrie- und Handelskammer warnte vor einer schleichenden Schwächung der Informations- und Medienvielfalt in Deutschland. DIHK-Präsident Adrian erklärte, Unternehmen benötigten unabhängige Informationen, um Investitionen zu planen.
    Wenn regionale Stimmen verschwänden, schade das auch der wirtschaftlichen Entwicklung ganzer Regionen. "Wo lokale Medien fehlen, wächst die Informationslücke und mit ihr das Risiko wirtschaftlicher und regionalpolitischer Fehlentscheidungen."

    Deutschland auf Rangliste von "Reporter ohne Grenzen" auf Platz 14

    Am Freitag hatte die Organisation "Reporter ohne Grenzen" ihre weltweite Rangliste zur Pressefreiheit veröffentlicht. Deutschland rutschte um drei Plätze ab - auf Rang 14. Dazu hieß es, dies sei auch Ausdruck eines aufgeheizten Klimas. So sprächen bei der Berichterstattung über rechtsextreme Milieus oder den Krieg in Gaza viele Journalisten von starkem Druck, hitzigen Debatten und der Sorge, öffentlich an den Pranger gestellt zu werden.
    Auch weltweit verschlechterte sich die Situation demnach. Aber es gab auch gute Nachrichten: In Syrien verbesserte sich die Situation nach dem Sturz des Assad-Regimes im Vergleich aller Länder am deutlichsten. Das Land kletterte von Rang 177 auf 141.
    Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.