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Tageszeitung "nd" sieht sich "in einer existenziellen Krise" - Sparmaßnahmen angekündigt

Die Zeitung "nd" steigt zum 1. August aus dem täglichen Kioskverkauf aus.

    Titelseiten der Zeitung "nd" sind zu sehen.
    Die linke Tageszeitung "nd" steckt nach eigenen Angaben in finanziellen Schwierigkeiten. (picture alliance / dpa / Bernd von Jutrczenka)
    Lediglich die Wochenendausgabe soll noch einzeln angeboten werden. In einigen Regionen werde die Zeitung ab Januar 2024 nur noch per Post und nicht mehr durch Boten zugestellt, hieß es. Der Verlag befindet sich nach eigenen Angaben in einer existenziellen Krise. Im vergangenen Jahr seien 600.000 Euro Verlust gemacht worden, acht Prozent des Umsatzes. Die aus dem "Neuen Deutschland" hervorgegangene "nd" wird seit eineinhalb Jahren von einer Genossenschaft herausgegeben. Ihre Auflage betrug zuletzt mehr als 16.000. Die Zeitung versteht sich als sozialistisch. Ihr Vorgänger war zu DDR-Zeiten das Zentralorgan der SED.
    Diese Nachricht wurde am 26.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.