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Afghanistan
Taliban nun schon zwei Jahre an der Macht - Hilfsorganisationen beklagen Lage

Zwei Jahre nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan beklagen Hilfsorganisationen eine dramatische Verschlechterung der Menschenrechtslage.

    Das Foto zeigt die Verbrennung von Musikinstrumenten durch die islamistischen Taliban in Afghanistan.
    Die Taliban schränken das Leben der Menschen in Afghanistan extrem ein. Hier werden z.B. Instrumente verbrannt. (AFP / -)
    Die Taliban hätten die Rechte von Mädchen und Frauen in nahezu allen Lebensbereichen sukzessive und systematisch abgeschafft, erklärte eine Sprecherin von Amnesty International. Zudem drohten etwa ehemaligen Ortskräften im Dienste ausländischer Stellen oder Mitarbeitern der ehemaligen Regierung willkürliche Verhaftungen oder Folter. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verwies auf das Schicksal und den Widerstand afghanischer Journalisten. Die Lage der Pressefreiheit unter den Taliban sei erschütternd. Viele Journalisten hätten bereits fliehen müssen, um Verfolgung zu entgehen oder ihrer Arbeit aus dem Exil nachgehen zu können.
    Der Vorsitzende des Afghanistan-Untersuchungsausschusses im Bundestag, Stegner, sprach sich im MDR-Fernsehen dafür aus, mit den Taliban in Dialog zu treten. Das sei zwar nicht schön; es gebe auf der Welt aber viele Regierungen, die einem nicht gefielen. Man sei es den Menschen in Afghanistan schuldig, die Situation dort zu verbessern und Einfluss zu nehmen, betonte Stegner.
    Diese Nachricht wurde am 11.08.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.