
Das ist das Ergebnis einer Datenanalyse des SWR. Trotz der eingeführten 12-Uhr-Regel gab es in den ersten drei Wochen Zehntausende mutmaßlich illegale Preiserhöhungen bei Benzin und Diesel. Rund 3.800 deutsche Tankstellen, also etwa jede vierte, verstießen demnach seit April mindestens einmal gegen die Vorgabe. Und das, obwohl Bußgelder bis zu 100.000 Euro drohen.
Unlängst hatten Wirtschaftsforschungsinstitute festgestellt, dass die Mineralölkonzerne ihre Gewinne durch die am 1. April eingeführte 12-Uhr-Regel steigern konnten. In den zwei Wochen danach lag die Gewinnmarge für einen Liter Super im Schnitt rund sechs Cent höher als davor.
Die Reform sollte nach dem Willen der Bundesregierung für mehr Transparenz sorgen und die Preise dämpfen. Morgen tritt eine weitere Maßnahme der Koalition in Kraft: Zwei Monate lang wird die Mineralölsteuer um 17 Cent pro Liter gesenkt. Kritiker befürchten, dass die Konzerne den Rabatt nicht vollständig weitergeben.
Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
