Mineralölkonzerne
Tankstellenverband erwartet Spritpreise von 2,50 Euro und höher

Der Interessenverband der Tankstellen-Betreiber in Deutschland erwartet weiter steigende Kosten für Kraftstoffe.

    Preisanzeige einer Aral-Tankstelle an einer Raststätte
    An Tankstellen hat es zuletzt bereits Spritpreise um 2,50 Euro gegeben. (picture alliance / SNS / Steven Mohr)
    TIV-Sprecher Rabl sagte der Rheinischen Post, er halte Spritpreise von 2,50 Euro und höher für möglich. Er wies die Verantwortung dafür den Mineralölkonzernen zu, die den deutschen Markt nutzten, um zu testen, was möglich sei. Denn nirgendwo in Europa seien die Kraftstoffpreise in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie in Deutschland. Der Sprecher betonte, die Tankstellenpächter würden an den sprudelnden Gewinnen kaum beteiligt, bekämen aber den Ärger der Verbraucher zu spüren.
    Auch der Energiexperte Frank Umbach geht von weiter steigenden Öl- und Gaspreisen infolge des Iran-Kriegs aus. Der Politologe der Universität Bonn sagte im Deutschlandfunk, nur einige wenige chinesische Tanker dürften die für Öl und Gastransporte zentrale Straße von Hormus passieren. Derzeit stauten sich dort tausend Schiffe mit Öl und Flüssiggas. US-Präsident Trump habe sich mit seiner Einschätzung geirrt, dass es nach den amerikanischen und israelischen Angriffen schnell zu einem Regimewechsel im Iran kommen werde. Trump habe auf ein ähnliches Szenario wie in Venezuela gehofft und ungeachtet der Warnungen des Geheimdienstes den Iran angegriffen.

    G7 wollen Ölreserven noch nicht antasten

    Die Gruppe der G7-Staaten beriet heute über das Thema, will aber vorerst nicht auf die nationalen strategischen Ölreserven zurückgreifen. Das gab Bundesfinanzminister Klingbeil bekannt. Er sagte, dies sei noch nicht der richtige Zeitpunkt für solch eine Maßnahme, die aber für die G7 eine Option bleibe.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.