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Bund und Kommunen
Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gescheitert

Die Tarifverhandlungen für rund 2,5 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen sind vorerst gescheitert. Auch die dritte, dreitägige Verhandlungsrunde in Potsdam habe keine Einigung gebracht, teilten die Verhandlungsführer von Beamtenbund und der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit.

30.03.2023
    Berlin: Frank Werneke (l), Vorsitzender der Gewerkschaft Verdi, und Ulrich Silberbach, dbb Beamtenbund, beantworten auf einer Pressekonferenz der Gewerkschaften zu Forderungen für die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen Fragen von Journalisten.
    Gewerkschaften zu Forderungen für die Tarifverhandlungen (Wolfgang Kumm/dpa)
    Verdi-Chef Werneke nannte die Unterschiede in den Vorstellungen wörtlich "unüberbrückbar". Deshalb habe Verdi das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Der Vorsitzende des DBB, Silberbach, sagte, es habe zu wenig Bewegung in den materiellen Fragen gegeben. Silberbach plädierte für den Weg der Urabstimmung. Der Beamtenbund werde sich aber auch einer Schlichtung nicht verschließen und konstruktiv mitarbeiten. Bundesinnenministerin Faeser kündigte an, von Seiten des Bundes aus würden nun zwei unabhängige Schlichter einberufen.
    Bund und Kommunen sowie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund hatten sich seit Montag in der dritten und zugleich letzten vereinbarten Tarifrunde um einen Kompromiss bemüht.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.