
In der Spitze nahmen rund 1.000 Menschen an der Kundgebung am Bundesgesundheitsministerium teil, wie eine Polizeisprecherin sagte. Angemeldet waren 500. Neben Psychotherapeuten sprachen bei der Kundgebung auch die Politikerinnen Lang (Grüne) und Reichinnek (Linke). Hintergrund ist eine Honorarabsenkung zum 1. April um 4,5 Prozent, die der Erweiterte Bewertungsausschuss beschlossen hatte. Auf Schildern waren Sprüche zu lesen wie "4,5 % Kürzung 100 % falsch kalkuliert" oder "Je weniger Psychotherapie heute – desto teurer wird es später".
Warken (CDU) soll Kürzungen noch stoppen
Das Aktionsbündnis Psychotherapie, das die Kundgebung organisiert hatte, fordert, dass die beschlossenen Kürzungen zurückgenommen werden. Bundesgesundheitsministerin Warken (CDU) könne bis Mitte Mai die Kürzung beanstanden und stoppen.
Dem Erweiterten Bewertungsausschuss gehören Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (GKV) sowie unparteiische Mitglieder an. Die KBV, die neben den Kassenärzten auch die Psychotherapeuten vertritt, stimmte nach eigenen Angaben gegen die Honorarsenkung. Die KBV kündigte vergangene Woche an, juristisch dagegen vorgehen zu wollen.
Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
