Proteste
Tausende gehen für AfD-Verbotsverfahren auf die Straße

In mehreren Landeshauptstädten haben gestern Menschen unter anderem für ein AfD-Verbotsverfahren demonstriert.

    Das Bild zeigt ein Protestschild. Darauf steht "AFD VERBOT JETZT". Im Hintergrund ist das Brandenburger Tor in Berlin zu erkenen.
    Demonstration am Brandenburger Tor (picture alliance / Sipa USA / PRESSCOV)
    Nach Angaben der Organisatoren der sogenannten ”Prüf”-Demos beteiligten sich insgesamt mehr als 9.000 Menschen. In Berlin seien ungefähr 800 Personen auf die Straße gegangen, in Potsdam rund 300. Die Aktivisten fordern, alle Parteien vom Bundesverfassungsgericht überprüfen zu lassen, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall oder gesichert rechtsextrem eingestuft wurden. Einen entsprechenden Antrag könnten der Bundestag, der Bundesrat oder die Bundesregierung stellen.
    Erst vor einer Woche hatten mehr als tausend Juristinnen und Juristen in Deutschland die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht gefordert.
    Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte die AfD als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft. Diese Einstufung wurde vom Kölner Verwaltungsgericht in einem Eilverfahren ausgesetzt. Damit gilt die Bundes-AfD weiter als rechtsextremer Verdachtsfall.
    Diese Nachricht wurde am 09.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.