Berlin
Tausende Menschen demonstrieren gegen digitale sexuelle Gewalt in Berlin

In Berlin haben mehrere tausend Menschen an einer Demonstration gegen sexualisierte digitale Gewalt teilgenommen. Auf Plakaten stand: "Menschenrechte auch im Internet" und "Die Scham muss die Seiten wechseln".

    Schilder mit der Aufschrift "Jeder kennt ein Opfer - Niemand einen Täter Warum?" und «Schweigen schützt Täter» sind bei einer Demonstration gegen sexualisierte digitale Gewalt vor dem Brandenburger Tor zu sehen
    Demonstration gegen sexualisierte digitale Gewalt vor dem Brandenburger Tor in Berlin (dpa / Carsten Koall)
    Anlass sind Fälle, in denen Fake-Profile von Frauen erstellt und ihre Bilder mithilfe von KI-Tools sexualisiert werden. Diese Woche hatte die Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Partner Christian Ulmen öffentlich eine "digitale Vergewaltigung" vorgeworfen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
    Auf Bundesebene hatten Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, das Cyberstrafrecht zu reformieren und Strafbarkeitslücken zu schließen, etwa bei bildbasierter sexualisierter Gewalt. Bundesjustizministerin Hubig will noch im Frühjahr einen Gesetzentwurf vorlegen.
    Diese Nachricht wurde am 22.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.