FDP-Verteidigungspolitikerin
Teilabzug von US-Armee: Strack-Zimmermann mahnt Merz zu mehr Besonnenheit in seiner Wortwahl

Nach dem von US-Präsident Trump angekündigten Abzug tausender Soldaten aus Deutschland hat die FDP-Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann den Bundeskanzler zu einer besonneneren Wortwahl aufgerufen.

    Marie-Agnes Strack-Zimmermann im Gespräch vor einer Bücherwand
    Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann (Archivbild) (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament sagte dem Magazin "Der Spiegel", selbstverständlich müsse man selbstbewusst gegenüber Trump auftreten. Merz sollte sich jedoch zukünftig überlegen, welche Folgen seine Worte haben. Der angekündigte Truppenabzug scheine nicht militärisch-strategischer Natur zu sein, betonte Strack-Zimmermann. Vielmehr sei er aus der Motivation des US-Präsidenten heraus geschehen, Merz – Zitat – den Mittelfinger zu zeigen.
    Aus Sicht des Bundeskanzlers besteht allerdings kein Zusammenhang zwischen der Ankündigung und seiner Kritik am Iran-Krieg, mit der er Präsident Trump verärgert hatte. Mit Blick auf die Entscheidung der US-Regierung sagte Merz, im ARD-Fernsehen, diese sei nicht neu. Es handele sich um ein Kontingent, das Trumps Vorgänger Biden auf Zeit stationiert habe und über dessen Abzug seit längerer Zeit gesprochen worden sei. Er gebe die Arbeit am transatlantischen Verhältnis und die Zusammenarbeit mit Trump nicht auf, betonte der Kanzler.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.