Berlin
Stromausfall: Rücktrittsforderungen gegen Wegner wegen Tennisspiels - CDU stellt sich hinter Regierenden Bürgermeister

Berlins Regierender Bürgermeister Wegner steht wegen seines Krisenmanagements zu Beginn des mehrtägigen Stromausfalls in Teilen der Stadt in der Kritik. Der CDU-Politiker hatte eingeräumt, entgegen vorheriger Erklärungen am ersten Tag des Ausfalls Tennis spielen gegangen zu sein.

    07.01.2026, Berlin, Berlins Bürgermeister Kai Wegner beim Pressebriefing zum Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Roten Rathaus
    Berlins Bürgermeister Kai Wegner (IMAGO / Stefan Zeitz)

    Oppositionsparteien fordern Rücktritt Wegners

    Außerdem wird ihm vorgeworfen, nicht umgehend in die Stadtteile gefahren zu sein. Die Opposition bemängelte parteiübergreifend das Verhalten Wegners. Wirtschaftssenatorin Giffey (SPD) sagte, sie könne das nicht ganz nachvollziehen, und sie erlebe aus der Bevölkerung sehr irritierte Reaktionen. Man müsse nun abwarten, welche politischen Folgen es gebe. Sie könne nur sagen, dass sie selbst anders mit der Situation umgegangen sei. Wie unter anderem der RBB berichtet, kommen von den Oppositionsparteien AfD, FDP und BSW explizite Rücktrittsforderungen.

    CDU stellt sich hinter Wegner

    Die Berliner CDU-Fraktion stellt sich hinter Wegner. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach einer Schalte am Morgen von mehreren Teilnehmern. Demnach gab es sehr viel Unterstützung für Wegners Krisenmanagement und keine Kritik an seinem einstündigen Tennismatch. Wegner ist Spitzenkandidat der CDU für die Abgeordnetenhauswahl.
    Nach dem Anschlag auf eine Kabelbrücke waren in Berlin seit Samstagfrüh bis zu 45.000 Haushalts ohne Strom. Die Versorgung ist seit Mittwochnachmittag wieder vollständig hergestellt. Eine linksextremistische Gruppe hat sich zu der Tat bekannt.
    Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.