In einem Brief vom 4. März bedrängte der Ägypter die IHF-Ratsmitglieder, er wolle arme Länder mit IHF-Geldern unterstützen. Diejenigen, die etwas dagegen hätten, sollten sich binnen einer Woche bei ihm melden. Für Moustafas Gegenkandidaten Jeannot Kaiser ist dies ein weiterer Fall von Korruption. Der Luxemburger vermutet, Moustafa habe eine bis zu siebenstellige Summe unkontrolliert von Verbandskonten für seine Wiederwahl eingesetzt.
Der Ägypter treibt auch in anderen Fällen auf IHF-Kosten sportpolitische Landschaftspflege. Am Beispiel der Handball-WM 2007 zeigt sich, wie er sich die Wichtigen und Mächtigen gewogen hält. Dabei flossen laut IHF-Unterlagen enorme Summen in Geschenke. Moustafas IHF bestellte Ende 2006 für gut 130.000 Euro bei der Firma Montblanc hochwertige Kugelschreiber, Manschettenknöpfe, Uhren und sonstige Accessoires, um sie während und nach der WM in Deutschland an nationale und internationale Spitzenfunktionäre und Politiker zu verteilen. Kugelschreiber mit persönlicher Gravur waren laut einer Liste des Verbands unter anderem vorgesehen für DOSB-Chef Thomas Bach, Bundespräsident Horst Köhler, Weltschwimmverbandspräsident Mustapha Larfaoui oder den damaligen Präsidenten des Kanuweltverbandes Ulrich Feldhoff. Letzterer bestätigt auch den Erhalt: Er habe kurz "nach der WM einen Kugelschreiber mit den üblichen Dankesworten zugeschickt bekommen".
Während Moustafa einiges in opulente Geschenke investiert, hat er keinen Cent für die Dopingbekämpfung übrig. Im November 2008 legte deshalb die IHF-Medizinkommission die Arbeit nieder. Laut Mitarbeiter Hans Holdhaus sogar einstimmig. Moustafa habe jede Ausgabe genehmigen wollen, sagt der Antidoping-Experte aus Wien, in der Praxis hätten die Betrugsfahnder praktisch "nichts umsetzen" können von ihren Vorhaben. Mediziner Holdhaus versuchte Moustafa zu erklären, dass auch die IHF Trainingstests einführen muss, wie es der Code der Welt-Anti-Dopingagentur WADA verlangt. Der Präsident habe dies verneint, mit dem Hinweis, das sei "rausgeworfenes Geld".
Moustafa lenkt damit auch einen pikanten Verdacht auf Ägyptens Handballer, denen er bis Ende 2008 vorstand. Beim vorolympischen Turnier 2004 in Athen saß plötzlich die Hälfte der Männer-Nationalmannschaft auf der Tribüne, statt zu spielen, nachdem sie erfahren hatten, dass es Dopingtests geben würde. Laut IHF-Schiedskommissions-Chef Christer Ahl habe Moustafa über Wettkampftests im Vorfeld informiert werden wollen – wohl, um böse Überraschungen auszuschließen.
Der Ägypter treibt auch in anderen Fällen auf IHF-Kosten sportpolitische Landschaftspflege. Am Beispiel der Handball-WM 2007 zeigt sich, wie er sich die Wichtigen und Mächtigen gewogen hält. Dabei flossen laut IHF-Unterlagen enorme Summen in Geschenke. Moustafas IHF bestellte Ende 2006 für gut 130.000 Euro bei der Firma Montblanc hochwertige Kugelschreiber, Manschettenknöpfe, Uhren und sonstige Accessoires, um sie während und nach der WM in Deutschland an nationale und internationale Spitzenfunktionäre und Politiker zu verteilen. Kugelschreiber mit persönlicher Gravur waren laut einer Liste des Verbands unter anderem vorgesehen für DOSB-Chef Thomas Bach, Bundespräsident Horst Köhler, Weltschwimmverbandspräsident Mustapha Larfaoui oder den damaligen Präsidenten des Kanuweltverbandes Ulrich Feldhoff. Letzterer bestätigt auch den Erhalt: Er habe kurz "nach der WM einen Kugelschreiber mit den üblichen Dankesworten zugeschickt bekommen".
Während Moustafa einiges in opulente Geschenke investiert, hat er keinen Cent für die Dopingbekämpfung übrig. Im November 2008 legte deshalb die IHF-Medizinkommission die Arbeit nieder. Laut Mitarbeiter Hans Holdhaus sogar einstimmig. Moustafa habe jede Ausgabe genehmigen wollen, sagt der Antidoping-Experte aus Wien, in der Praxis hätten die Betrugsfahnder praktisch "nichts umsetzen" können von ihren Vorhaben. Mediziner Holdhaus versuchte Moustafa zu erklären, dass auch die IHF Trainingstests einführen muss, wie es der Code der Welt-Anti-Dopingagentur WADA verlangt. Der Präsident habe dies verneint, mit dem Hinweis, das sei "rausgeworfenes Geld".
Moustafa lenkt damit auch einen pikanten Verdacht auf Ägyptens Handballer, denen er bis Ende 2008 vorstand. Beim vorolympischen Turnier 2004 in Athen saß plötzlich die Hälfte der Männer-Nationalmannschaft auf der Tribüne, statt zu spielen, nachdem sie erfahren hatten, dass es Dopingtests geben würde. Laut IHF-Schiedskommissions-Chef Christer Ahl habe Moustafa über Wettkampftests im Vorfeld informiert werden wollen – wohl, um böse Überraschungen auszuschließen.