
Zum Auftakt zeigte das Schauspielhaus Zürich eine Bühnenfassung von "Der Leopard". Die Inszenierung basiert auf dem Roman von Giuseppe Tomasi di Lampedusa über den Machtverlust einer sizilianischen Adelsfamilie im 19. Jahrhundert. Sie ist auch online bei 3sat sowie am 16. Mai im Fernsehen zu sehen.
Zur Eröffnung wurden auch kulturpolitische Themen angesprochen. Festivalleiterin Hertlein-Hull warnte vor Einflussnahmen auf unabhängige Jurys im Kulturbereich. Diese müssten frei von politischem oder institutionellem Druck arbeiten können. Hintergrund sind aktuelle Debatten um Entscheidungen beim Deutschen Buchhandlungspreis und dem Hauptstadtkulturfonds. Kulturstaatsminister Weimer wollte zuletzt drei linke Buchläden wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste des Deutschen Buchhandlungspreises streichen lassen. Der Intendant der Berliner Festspiele, Pees, rief zu mehr Gelassenheit in kulturpolitischen Auseinandersetzungen auf.
Das Theatertreffen läuft bis zum 17. Mai.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
