Erfurt
Thüringer AfD will Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt nach Aberkennung des Doktortitels beantragen

In Thüringen will die AfD-Landtagsfraktion ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Voigt einbringen.

    Der Thüringer AfD-Chef Höcke und Ministerpräsident Voigt stehen hintereinander in einem Fernsehstudio.
    Der Thüringer AfD-Chef Höcke (links) will bei dem Misstrauensvotum gegen Ministerpräsidenten Voigt (CDU) antreten. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
    Landeschef Höcke erklärte, Voigt sei wegen der Aberkennung seines Doktortitels nicht länger vertrauenswürdig. Für die Abstimmung ist die Parlamentssitzung am 4. Februar angedacht. Die Technische Universität Chemnitz hatte entschieden, Voigt aufgrund von Plagiatsvorwürfen den Doktortitel zu entziehen. Der CDU-Politiker kündigte dagegen rechtliche Schritte ein.
    Ein konstruktives Misstrauensvotum gegen den Ministerpräsidenten ist nur dann erfolgreich, wenn die Mehrheit des Landtags einen Nachfolger wählt. Höcke will selbst als Gegenkandidat antreten. Voigt führt in Erfurt eine Minderheitsregierung mit BSW und SPD.
    Diese Nachricht wurde am 29.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.