"Richtiger Schritt"
Thüringer CDU-Fraktion verteidigt Entwurf für Verbot von Genderschreibweisen in Schule und Verwaltung

Nach Kritik von der Bundes-CDU haben die Christdemokraten im Thüringer Landtag ihren Gesetzentwurf für ein Verbot von Genderschreibweisen in Schule und Verwaltung verteidigt.

26.09.2023
    Im Plenarsaal des Thüringer Landtag hängt das Landeswappen des Freistaates Thüringen.
    Das Landeswappen von Thüringen. (ZB/ Martin Schutt)
    Die Kritik hatte sich daran entzündet, dass auch die AfD-Fraktion dem Antrag zustimmen könnte. Damit würden CDU und AfD in Thüringen nach der Senkung der Grunderwerbssteuer erneut ein Gesetz gegen die rot-rot-grüne Minderheitsregierung durchsetzen. Der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Bühl, sagte der Zeitung "Die Welt", man wolle nur umsetzen, was es in anderen Bundesländern - die von der CDU mitregiert würden - längst gebe. Sachsen und Sachsen-Anhalt hätten Gender-Sonderzeichen aus den Schulen verbannt - und man sei überzeugt, dass der Schritt auch für Thüringen der richtige sei.
    Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Throm, sagte dagegen, die Landes-CDU sollte jetzt den Bogen nicht überspannen und der AfD jede Woche solch ein Podium bieten. Zuvor hatte bereits die Vizevorsitzende der Bundes-CDU, Prien, erklärt, es wäre ein Fehler, das sogenannte "Korrekte-Sprache-Gesetz" durchzubringen. - Der Thüringer AfD-Verband wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und beobachtet.
    Diese Nachricht wurde am 26.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.