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Norwegen
Tiefseebergbau beschlossen - Protest von Umweltschützern

Unter deutlichem Protest von Umweltschützern hat die Regierung in Norwegen den Meeresboden teilweise für den Tiefseebergbau freigegeben.

    Vogelperspektive auf Grönland. Neben Eis befinden sich dort vor allem Gräser, Büsche und Moore.
    Mehrere Gebiete in Grönland und der Barentssee wurden für den Tiefseebergbau freigegeben. (Archivbild) (imago / Kata)
    Es handelt sich um mehrere Gebiete vor Grönland sowie in der Barentssee. Die Bodenschätze würden gebraucht, um die grüne Transformation in Form von Brennstoffzellen, Solarzellen, Elektroautos und Smartphones voranzubringen, argumentiert die Mitte-Links-Regierung. Das skandinavische Königreich - bisher ein großer Öl- und Gasproduzent - könnte damit zu den ersten Ländern gehören, die den Meeresboden nach Bodenschätzen absuchen.
    Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler warnen davor, dass der Tiefseebergbau Ökosysteme beschädigen und eine Lärmbelästigung etwa für Wale darstellen könnte. Befürchtet wird auch, dass die Fähigkeit der Meere abnimmt, CO2 aufzunehmen.
    Diese Nachricht wurde am 05.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.