Donnerstag, 29. September 2022

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Tierschutz
Visite bei Herrn Bussard und Co.

"Alle Vögel sind schon da": Über 13.000 Kilometer haben sie aus wärmeren Gefilden zurückgelegt, um hier ihre Brut großzuziehen. Einige Zugvögel, aber auch heimische Arten verunglücken oder erkranken jedoch. Hilfe erhalten sie in der Wildvogel-Pflegestation in Kirchwald.

Von Frank Nussbaum | 18.05.2014

    Mäusebussard fliegt über ein Feld
    Ein Mäusebussard kann seine Beute bereits aus großer Höhe erspähen. Dafür muss er allerdings fit und flugfähig sein. (picture-alliance / dpa / Boris Roessler)
    Am Wochenende des 11.05.2014 fand eine bundesweite Vogel-Zählung des Naturschutzbundes Deutschland statt. Und wir wollen im folgenden Sonntagsspaziergang unsere gefiederten Garten-Troubadoure mit Reisenotizen aus aller Welt begleiten. Gerne schmeicheln wir unserem (deutschen) Ego ja, wir wären die amtierenden Reiseweltmeister. Doch die wahren Reiseweltmeister sind unsere gefiederten Nachbarn. Jeden Spätsommer reist eine Anzahl unserer Vögel, teilweise bis nach Südafrika zum Überwintern, 13.700 Flugkilometer! Eine unfassbare Entfernung. Und pünktlich, wenn im Vorfrühling in unseren Gefilden bestimmte Raupen und andere Beutetiere schlüpfen heißt es im Kinderlied "alle Vögel sind schon da". Nach wiederum 13.700 Flugkilometern landen sie mit eingebautem "Navi" punktgenau in ihren deutschen Revieren. Sie bauen ihr Nest und füttern ihre Brut flügge. Und Ende August sammeln sie sich wieder auf den Stromleitungen und sind dann wieder für fünf Monate und tausende Kilometer unterwegs. Unsere Reiseweltmeister.
    Unterwegs mit den Dolmetschern der Vögel
    Und manchmal erleiden unsere reisefreudigen Vögel auch einen Unfall, haben aber keine Versicherungskarte dabei. Könnten sie einem Tierarzt den Bruch eines Flügels mitteilen? Und mit dieser Frage sind schon mitten in unserer Vogel-Story. Franz Nussbaum ist verabredet mit Vogelkundlern, mit "Vogelärzten" unter anderem in einer "Vogel-Unfall-Notaufnahme". Die Vogelhelfer verstehen sich als die Dolmetscher der Vögel. Also, ein Sonntagsspaziergang "zurück zur Natur" (Jean-Jacques Rousseau), mit Reisenotizen aus der Welt unserer Nachbarn aus Garten, Wald und Flur.
    "Wir beginnen unseren Vogel-Ausflug in Mayen in der Eifel in einem aufgegebenen Basalt-Steinbruch. Und wir hören hier den Fitis bei einer Soloprobe für ein Vogelkonzert. Der Fitis hat auch kostenlos die Hauptrolle im ersten Teil unseres Spaziergangs übernommen. Längst hat Mutter Natur den Platz zurückerobert, mit Bäumen und Büschen begrünt, heute ein Vogelparadies. Und so stehe ich hier wie weiland Franziskus von Assisi und möchte, wenn ich könnte, mit den Vögeln reden? Ersatzweise bin ich deshalb hier mit Herbert Stern vom "NABU" verabredet. Er ist so etwas wie mein Simultandolmetscher, der meine Fragen an die Vögel übersetzen wird und beantworten kann. Wir Menschen können einerseits fast alles, wir können sogar auf den Mond fliegen, was ja kein Vogel schafft. Aber können wir auch wie ein Vogel so leicht dahin fliegen, wo laut Reinhard May die Freiheit so grenzenlos sein soll?
    "Mich interessiert eigentlich nicht so sehr, dass die besondere Dinge können. Das ist für mich so eine Art Parallelwelt. Und das ist total spannend sich in die Vogelwelt hinein zudenken."
    "Wer oder was mobilisiert denn die irgendwann, Ende Januar, zu sagen, wir müssen wieder nach Deutschland zurück?"
    "Ja ich nehm an, dass die von ihren Hormonen getrieben werden. Die wollen sich also fortpflanzen. Und das tun sie erstaunlicherweise hier bei uns. Weil es hier eine viel bessere Nahrungsgrundlage für die Vögel gibt als in Afrika."
    Und eine dieser Vogelarten, die aus dem Süden Afrikas nach Mayen zurückkehrt ist der Fitis. Ich habe bis gestern nicht mal gewusst, dass es einen Fitis gibt. Kannte nur Amsel, Drossel, Fink und Star, aus der großen Vogelschar. Und in seinem Vogelbuch zeigt mir Herbert Stern den Fitis, sehr klein, die Federn etwas grünlich oder ins Gelbliche changierend. Und in dem Buch lesen wir:
    "Dieser Laubsänger ist ein kleiner, handtellergroßer, zarter Vogel der Bäume und Büsche. Der Fitis gilt als Frühlingskünder. Er ist der kleinste unserer Reiseweltmeister aus der Gruppe der Weitstreckenflieger. Er wiegt nur sieben bis elf Gramm und fliegt zum Überwintern nach Südafrika. Eine Entfernung von über 13.500 Kilometern."
    "Der Fitis-Laubsänger sammelt ein Fettdepot in seinem Körper an. Das ist sozusagen sein Energiedepot, was er braucht für diese Extrem-Reise. In wenigen Tagen kommt der ein paar tausend Kilometer weiter.
    "Und kommt auch über die Sahara drüber?"
    "Ja, die schaffen das. Und jetzt speziell bei dem Fitis ist das ne ganz phänomenale Sache. Der Fitis ist eigentlich gar nicht so zum Fliegen gemacht. Der hat keinen stromlinienförmigen Körper. Der kann überhaupt nicht segeln. Der muss die ganze lange Reise mit den Flügeln schlagen."
    "Der hat das einfach drauf"
    "Wie kann in acht oder neun Gramm die Kraft, die Muskulatur für einen solchen Flug, plus Navi, hier oben im Kopf, was wir für 180,00 Euro uns ins Auto einbauen?"
    "Speziell der Fitis ist einer, der nicht so sehr fürs Fliegen geschaffen ist. Wenn aber die Zeit gekommen ist für die große Reise, dann kann er es. Er muss nicht trainieren wie ein menschlicher Marathonläufer, wochen-, monatelang sich diese Fitness antrainieren. Der hat das einfach drauf. Und es geht so, dass der sich physiologisch umstellen kann. Das geht so weit, der kann sogar für die Reisedauer Organe zurückbilden um Gewicht zu sparen."
    Die Flügel-Spannweite dieses Winzlings entspricht meiner Handfläche, wenn ich alle fünf Finger spreize. So klein ist dieser "reduzierte", aber höchst effiziente Reiseweltmeister. Und er muss in der Sekunde vier mal mit seinem Flügel schlagen, lese ich.
    Und bei uns Menschen ist es ehrverletzend, wenn man einem sagt, der habe wohl einen Vogel. Dabei sind wir, die selbsternannte Krone der Schöpfung froh nun auch das Vogel-Navi kopieren zu können. Man könnte annehmen, unsere Flugpioniere haben das Flugzeug auch von den Vögeln abgekupfert.
    Ich beobachte hier eine Amsel. Sie sitzt da vorne auf einem Ast, hat den Schnabel voll mit Mayener Käfer-Spezialitäten. Sie beäugt uns, will uns aber partout nicht ihr Nest verraten, dass sie wohl hier in der Nähe in eine Hecke gebaut hat.
    So verlassen wir das Mayener Grubenfeld und fahren rund zehn Kilometer in den kleinen Eifelort Kirchwald. Wir kommen auch am Schloss Bürresheim, vorbei. Die alten Türme und hohen Gemäuer bieten den sprichwörtlichen Mauerseglern hoch oben unter den Dächern ein ideales Sommerappartement. Auch der Mauersegler zählt zu den Weitstrecken-Fliegern in den Süden Afrikas.
    Kirchwald. Ein Schild weist uns zur Wildvogel-Pflegestation. Nennen wir es einfach ein Unfallkrankenhaus für Vögel. Derzeit mit 155 Patienten fast voll belegt. Und wir begleiten Dr. Anja Baronetzki bei der Visite. Sie hat hauptberuflich eine Tierarztpraxis und ist nebenbei ehrenamtlich Vogelärztin in Kirchwald. Und nun wird ein kranker Mäusebussard mit dicken Schutzhandschuhen, wegen seiner scharfen Krallen vorsichtig aus seiner Box gehoben....
    "Dieser Mäusebussard ist mit dem Kopf gegen ein Auto geflogen. Die Augen sind verletzt. Und er konnte nicht mehr jagen, kann natürlich auch nicht mehr fliegen oder was fangen."
    "Was machen Sie mit dem?"
    "Dieser Vogel ist relativ abgemagert. Und wir haben hier in der Spritze eine Nährlösung. Flüssigkeit, die Glukose enthält und Eiweiß. Und mit einer Kunststoffsonde werden wir das ganz vorsichtig dem Vogel in den Kropf hineingeben. Der schluckt das nicht wenn man das ihm in den Schnabel tröpfelt. Da würde er ersticken."
    "Sie müssen ihn aufpäppeln, was machen Sie mit den Augen?"
    "Also wir tropfen da Augentropfen rein und wir sorgen dafür, dass da keine Infektion in die Augen zieht. Da geben wir ihm die Augentropfen, vier mal täglich machen wir das. Und er hat natürlich auch noch Kopfschmerzen. Weil jeder, der ins Auge blutet, der muss nen heftigen Schlag vor den Kopf bekommen haben. Und dafür bekommt er Schmerzmittel. Und eben sich auch nicht aufgibt. Weil auch er ist ja jetzt verunfallt, er ist im Stress. Dann würde er einfach sterben."
    "Also Depressionen, 'aus-mir-wird-nichts-mehr', 'sich-hängen-lassen'. Was uns Menschen ja nicht ganz unbekannt ist. Wie haben Sie denn das mit den Augen festgestellt? Der hat das ja Ihnen nicht gesagt, guck mal da oben. Rechts sehe ich schlecht und links gar nichts."
    "Es gibt ein Gerät, damit können wir in die Augen rein schauen. Und dann
    sehen wir das Blut in den Augen und können sagen wie schlimm ist die Verletzung in den Augen. Und wenn ich ihm das alles gebe, die Medikamente, dann schöpft das Tier ja auch wieder mehr Hoffnung. Und sie werden sehen, nach relativ kurzer Zeit, wenn er das Schmerzmittel hat und die Augentropfen wird er sich wieder aufrichten, sich hinstellen und sagen, 'Ja, das Leben ist doch nicht so schrecklich. Ich versuch's noch mal'."
    Ein Waldrapp aus der Unterfamilie der Ibisse (Geronticus eremita) fliegt über der Toskana in Italien. Zugvögel können beim Flug in V-Formation in ungeahnter Perfektion Energie sparen. Das habe die Analyse des Fluges von 14 Waldrappen ergeben.
    Weite Reise: Ein Waldrapp auf Tour. (picture alliance / dpa / Markus Unsöld)
    Vielleicht lernen auch wir aus so einer Vogelvisite ein "Ich-versuch-es-auch-noch-mal". Kirchwald liegt zwischen zwei nahen Autobahnen und im Bereich zweier ICE-Strecken. Und einige der Vogelopfer sind bei ihrer Rückreise im März, April aus Afrika oder Südeuropa hier in der Nähe von einem Auto erwischt worden oder in eine Fensterscheibe gekracht und dann hier her gebracht worden. Und wenn Sie sich anschließend im Internet „Wildvogel-Station-Kirchwald" anklicken und dann auf "Neues von den Gästen" wechseln, dann werden sie auch diesen Mäusebussard im Bild wiedererkennen. Jeden unserer Patienten der Visite werden Sie im Bild sehen können.
    "Gute Besserung, Herr Bussard."
    "So, hier unten sitzen die ganzen Entenkinder, die uns gebracht worden sind. Hier in der Station ist im Moment Hochsaison. Das heißt, wir kriegen täglich jede Menge Jungvögel gebracht. Das liegt in der Regel daran, dass Elterntiere verunglücken oder dass die Tiere von ihren Eltern getrennt werden. Junge Enten schwimmen ja hinter der Mutter her. Das kennen sie aus jedem Park. Und wir haben jetzt hier ungefähr 20 kleine Entchen. Hier sehen Sie eine etwas Größere dabei. Und das ist sozusagen die große Schwester. Und die zeigt den Kleinen wie sie aus den Wassernäpfen trinken, Salat, klein geschnittene Vogelniere und kleine Würmchen als Futter finden.
    "Sie wären erziehungsbedingt noch zu blöde. Mama zeigts ihnen nicht. Also gehen wir da nicht dran."
    "Aber wenn das Eine mal verstanden hat, dann machen die anderen das sofort nach."
    "Und in dem Fall gibt's die Mutter nicht, ist von einem anderen Tier weg gegrabscht worden ..."
    "Wir haben denen so ein kleines Schwimmbad da rein gestellt, wo sie rein und raus können. Das ist ja wichtig. Und abends kuscheln sie sich irgendwo in die Ecke an die große Schwester. Sie bleiben hier auf der Intensivstation solange sie so klein sind. Sobald sie keine Wärme mehr brauchen, kommen sie in unsere Wasservogel-Voliere. Und da ist ein größeres Schwimmbad, wo sie üben können. Wirklich raus ins Freie können die erst wenn sie fliegen können. Sie müssen vorm Feind weg fliegen können."
    "Wir hatten schon Angst, der gibt sich auf"
    Und so kommen wir in eine verdunkelte Ecke, reserviert für nachtaktive Vögel und esuchen einen Uhu. Er guckt uns mit großen Augen an. Und ich bin schon etwas vorinformiert, er wird uns eine sehr soziale Geschichte erzählen.
    "Der Uhu hatte sich den Flügel gebrochen. Und hat das Problem, dass er höchstwahrscheinlich eine Familie hat. Und wäre normalerweise dafür zuständig Futter zu organisieren. Der Uhumann sucht Futter, bringt das zum Horst. Und der weibliche Uhu füttert dann die Jungen. In der Zeit verunglücken leider die Tiere häufiger, weil, die sind im Stress. Die müssen ja mehr Futter besorgen als sie sonst für sich alleine brauchen. Und ihm es also auch passiert, dass er gegen ein Auto geflogen ist, bei der Jagd. Eigentlich weiß er 'zu Hause wartet man auf mich. Man wartet drauf, dass ich Futter bringe'."
    "Seine Uhr tickt weiter im Familienverbund, was macht meine Frau jetzt?"
    "Ja, wir merken das einfach daran, dass die Tiere sehr unruhig sind. Am Anfang hat der nur da gelegen und war sehr, sehr traurig. Wir hatten schon Angst, der gibt sich auf. Aber jetzt nach zwei Wochen, nachdem der Flügel langsam wieder besser wird, jetzt ist sein Kampfgeist wieder da."
    "Ich seh einen Verband an dem Flügel. So als wenn ich den Arm in eine Schlinge lege?"
    "Vögel haben ja empfindliche dünne Knochen. Und wenn die Knochen brechen, dann müssen die so operiert werden, dass der Vogel wieder richtig fliegen kann wie vor der Fraktur wie wir sagen. Dafür nehmen wir einen Metallstift, den bauen wir in den Knochen ein. So dass der Knochen entlang dieses Stiftes ganz grade wieder ausheilen kann. Und dieser Stift wird dann wieder gezogen. Und dann kommt der Verband drauf. Und jetzt ist es eben ganz, ganz wichtig, dass wir diesen Verband alle fünf Tage aufmachen, vorsichtig Physiotherapie mit dem Flügel machen und dann ..."
    "... was heißt das, Physiotherapie?"
    "Wir bewegen die Gelenke ohne den Bruch zu bewegen. Weil sonst würden die Gelenke steif. Und wenn einmal ein Gelenk vom Vogel steif ist wird er nie wieder fliegen können. Und danach, da kommen sie dann in eine große Voliere und üben."
    "Würde er seine Familie finden, wenn Sie ihn rauslassen?"
    "Ich glaube schon. Wenn der wieder raus darf werden wir ihn sicher in der Nähe des Fundortes wieder freilassen."
    "Jetzt komm ich mal aufs Geld zusprechen. Was würde er hier ins Mikrofon
    sagen? Als Botschaft an uns Menschen? Er hat ja auch keine Versicherungskarte dabei."
    "Er würde sicher sagen, liebe Menschen sorgt dafür, dass wir wieder gesund werden können. Das kostet alles Geld. Wir haben Futterkosten, Behandlungskosten ..."
    "... sagen Sie mal ne Summe. Futterkosten geht hier rein und da raus?"
    "Bis der wieder gesund ist fallen mit Sicherheit Kosten von 200,00 bis 300,00 Euro an. Wir haben ja manchmal über tausend Vögel im Jahr, die unsere Hilfe brauchen."
    "Kriegen Sie hier was von der Bezirksregierung, von der Bundesregierung? Nur da gibt's kein Vogelminister, einen Minister Vogel hat's mal gegeben?"
    "Also wir leben ausschließlich von Spenden hier. Und wir brauchen im Jahr so ungefähr 180.000 Euro, um die Station in Gang halten zu können. Und wir kriegen von der Bezirksregierung, das sind ungefähr 30.000 Euro. Und wir werden von verschiedenen Stiftungen auch unterstützt. Aber wir kämpfen jedes Jahr ums Überleben. Wir wollen das, was wir den Tieren angetan haben ein klein bisschen davon zurückgeben, dass sie noch eine zweite Chance bekommen. So wie er uns jetzt anschaut, seine Pupillen gehen auf und zu. Er hat schon die Hoffnung, dass er wieder raus kann, dass er wieder ein Leben führen kann da draußen in Freiheit mit seiner Familie. Und die Chance sollte eigentlich jeder haben."
    Und auf eine Chance hoffen auch andere hier in dieser Intensivstation.
    Eine Wärmeplatte, darauf stehen sechs kleine Körbchen mit Problemfällen.
    "Und hier fängt grade jemand an zu schreien, der hat Hunger. Das hier ist eine kleine Meise. Die hat es leider sehr schwer. Ihre Leber ist nicht in Ordnung. Ihre Eltern haben ihr Raupen gefüttert. Die Raupen waren mit Insektizid behandelt. Und dann hat die Kleine große Probleme gekriegt. Ihre Leber arbeitet nicht richtig. Sie war gestern fast tot. Und wir haben uns dann bemüht sie mit Medikamenten zu päppeln, mit Ernährungskonzentraten und mit was zum Entgiften. Hier haben wir so ne kleine Spritze, da ist Drohnenbrut drin. Drohnenbrut ist das, was die Bienen anlegen in den Waben, wo die Drohnen draus schlüpfen würden. Und diese Larven sind sehr sehr nahrhaft. Und die Kleine bekommt davon etwas eingeflößt. Und dadurch hat die dann genug Energie. Und sie sieht heute schon viel viel besser aus."
    Wir stehen jetzt draußen hier vor den großen Volieren. Bitte schauen Sie sich die beeindruckenden Bilder im Internet an. Es ist ein fantastischer Eindruck wenn Sie die Flugartisten im Fitnesstraining erleben. Wie sie das Fliegen wieder probieren, ihre reparierten Flügel putzen, wieder singen. Wie sie wieder mit ihrer unerhörten Eleganz lautlos durch ihr Element Luft gleiten.
    Und sollten sie eine Spendierhose anhaben dann finden Sie im Internet auch die Spendierdose, die sich die Vögel von Kirchwald bei Mayen/Eifel selber eingerichtet haben. Oder Sie bringen Ihren kleinen Obolus auf einem Sonntagsaus-"flug" persönlich vorbei.