
In London fand 1926 die erste Tischtennis-WM statt. Zum 100. Jubiläum führte der Weltverband ITTF einen neuen Modus ein: In der ersten Woche der WM spielten jeweils 56 Mannschaften in Vierergruppen 24 Teilnehmer an der K.o.-Runde aus. Die besten sieben Teams der Welt plus Gastgeber England griffen dagegen erst an diesem Wochenende in das Turnier ein. Sie spielten in zwei weiteren Vierergruppen lediglich ihre Platzierung in der Setzliste für die am Montag beginnende K.o.-Runde aus. Ausscheiden können die deutschen Frauen und die deutschen Männer nach ihrer Gruppenphase noch nicht.
Der deutsche Verband beschwerte sich vor der WM in einem offiziellen Brief an die ITTF über das neue Format. Es sei zu lang, zu kompliziert und würde die Spielerinnen und Spieler zu stark belasten. Das neue WM-System sei sehr schwierig, sagte auch der deutsche Spieler und frühere Weltranglistenerste Ovtcharov. "Du kannst die ersten drei Spiele verlieren und immer noch Weltmeister werden. Du kannst aber auch alle drei gewinnen und hast noch nichts erreicht."
Eine erste Sensation gab es am Wochenende bereits: Die seit 26 Jahren ungeschlagene chinesische Nationalmannschaft kassierte gleich zwei Niederlagen in weniger als 20 Stunden: Gegen Südkorea verlor die Mannschaft mit 1:3, gegen Schweden mit 2:3.
Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
