"Marty Supreme"
Tischtennis-Star Timo Boll bald im Kino zu sehen

Der frühere Tischtennis-Profi Timo Boll ist bald als Hobby-Schauspieler im Hollywood-Film "Marty Supreme" auf Kinoleinwänden zu sehen. Deutschlands erfolgreichster Tischtennis-Spieler stellt in dem in den 50er Jahren spielenden Streifen über den früheren US-Tischtennisstar Marty Reisman einen tschechischen Kontrahenten des Titelhelden dar.

    Timo Boll im Finale des Team-Wettbewerbs der Männer im Tischtennis. Aufnahme vom 06.08.2021.
    Timo Boll wird bald im Kino zu sehen sein. (picture alliance/dpa | Swen Pförtner)
    "Der Film ist ein bisschen verrückt", sagte Boll in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung rund vier Wochen vor dem Start des für neun Oscars nominierten Streifens in deutschen Kinos am 26. Februar: "Von den fünf Ballwechseln, die wir gedreht haben, kommt nur einer im Film vor. Ich sage auch einen kurzen Satz", beschrieb Boll den Umfang seines Auftritts. Dafür, das alles mal gesehen und erlebt zu haben und im Abspann genannt zu werden, habe es sich gelohnt. "Ich bin stolz, dass ich dabei sein durfte."
    Seinen Ausflug ins Filmgeschäft verdankt der 44-Jährige dem US-Regisseur Josh Safdie. Der Filmemacher sei "ein großer Tischtennisfan. Er wollte im Film Spieler haben, die ein bisschen spielen können, und weil er ein großer Fan von mir ist und privat den gleichen Schläger spielt wie ich, hat er mir eine kleine Rolle gegeben", beschrieb Boll die Hintergründe seines ungewöhnlichen Nebenjobs. 
    Für die Dreharbeiten reiste Boll in der vergangenen Saison während einer Spielpause auf seiner Abschiedstournee für 14 Tage nach New York. Am Set, berichtete der frühere Weltranglistenerste, "habe ich erstmal eine Woche lange nur geprobt. Wir mussten mit Sandpapierschlägern spielen, Originale wie in den 50er Jahren. Da musste ich meine Technik umstellen. Bevor gedreht wurde, habe ich Timothée Chalamet die Ballwechsel erstmal vorgespielt. Jeder Ballwechsel war gescriptet". Zur Oscar-Verleihung am 15. März wird Boll nicht nach Los Angeles fliegen.
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.