Machtwechsel in Ungarn
Tisza-Partei von Oppositionspolitik Magyar gewinnt klar gegen Orbáns Fidesz-Partei

Ungarn steht vor einem Machtwechsel ‌und ⁠Ministerpräsident Orbán nach 16 Jahren vor der Abwahl.

    Der ungarische Politiker Péter Magyar spricht in Budapest in Mikrofone von Journalisten.
    Péter Magyar (AFP / FERENC ISZA)
    Bei der Parlamentswahl zeichnet sich ein deutlicher Sieg der pro-europäischen Partei Tisza von Oppositionspolitiker Magyar ab. Der Wahlkommission zufolge kommt Tisza nach Auszählung ⁠von ⁠rund ⁠der Hälfte der Stimmen ⁠⁠auf 135 ‌Mandate im 199 Sitze umfassenden Parlament. Sie hätte ​damit knapp eine Zweidrittel-Mehrheit.
    Magyar dankte seinen Wählern und sagte in Budapest wörtlich: "Wir haben Ungarn befreit!" Dank des starken Mandats werde der Übergang friedlich und reibungslos verlaufen, versicherte der Wahlsieger. Der scheidende Regierungschef Orbán räumte in Budapest eine - so wörtlich - "schmerzliche Wahlniederlage" ein und kündigte an, mit seiner Fidesz-Partei die Oppositionsrolle einzunehmen.
    Die Wahlbeteiligung in Ungarn erreichte eine Rekordhöhe. Kurz vor Schließung der Wahllokale um 19 Uhr lag sie mit rund 78 Prozent bereits deutlich über der bei der vorangegangenen Wahl vor vier Jahren.
    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.