Rückschlag für die Energiewende
Total Energies will aus deutschen Windkraft-Projekten aussteigen

Dem Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie an der Nord- und Ostsee droht ein Rückschritt. Der französische Energiekonzern Total Energies will offenbar aus mehreren milliardenschweren Großprojekten aussteigen und bereits reservierte Flächen zurückgeben. Das berichten der Norddeutsche Rundfunk und die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf ein internes Positionspapier des Unternehmens.

    Offshore- Windkraftwerke in der Nordsee
    Offshore- Windkraftwerke in der Nordsee (picture alliance / CHROMORANGE / Martin Schroeder)
    Als Gründe nennt der Konzern Verzögerungen beim Netzausbau und veränderte wirtschaftliche Bedingungen. Total Energies fordert vom deutschen Staat zudem die Rückzahlung von Sicherheitsleistungen.
    Die geplanten Windparks sollten eine Leistung von siebeneinhalb Gigawatt erbringen. Ein Ausstieg des Konzerns gefährdet die Ausbauziele der Bundesregierung und könnte zu steigenden Strompreisen führen. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, eine vorzeitige Rückgabe der Flächen sei gesetzlich nicht zulässig. Derzeit habe man keinen Grund, an der Realisierung des Projekts zu zweifeln.
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.