"Timmy"
Toter Buckelwal in Dänemark an Land gezogen - Forscher wollen Todesursache ermitteln

Der vor der dänischen Insel Anholt gestrandete tote Buckelwal ist von einem Bergungsteam an Land gezogen worden. Am Donnerstag wollen Tierärzte und Experten den Kadaver untersuchen, um die Todesursache zu ermitteln.

    Blick vom Meeresrand aus: Der aufgeblähte Kadaver ist noch im Wasser, vor ihm steht eine Person. Ein orangefarbenes Baufahrzeug zieht ihn an den Strand.
    Der tote Buckelwal wird auf Anholt an Land gezogen. (dpa / Marcus Golejewski)
    Ein Fahrzeug hatte das Tier am Ende der Aktion mit einem Seil aus dem flachen Wasser auf den Strand gezogen. Nach Angaben des dänischen Amts für Naturverwaltung wird die Untersuchung direkt dort stattfinden. Die dänische Umweltbehörde rief Einheimische und Badegäste dazu auf, sich dem Wal nicht zu nähern - es bestehe Gesundheitsgefahr.

    Experten wollen Todesursache ermitteln

    Mehr als zwei Wochen war der Kadaver vor der Urlaubsinsel im Wasser getrieben. Einmal hatten dänische Experten versucht, den von Fäulnisgasen aufgeblähten Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn dann in einen Hafen zu bringen. Der Versuch scheiterte - nun findet die Obduktion auf Anholt statt. Man wolle vor allem herausfinden, woran das Tier starb, hieß es.

    Diskussion über Rettung von "Timmy"

    Der Buckelwal, dem Medien den Namen "Timmy" gaben, hatte vor seinem Tod wochenlang für Schlagzeilen gesorgt. Er suchte an der deutschen Ostseeküste immer wieder Flachwasser auf. Schließlich lag er vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern. Es entstand eine Diskussion, ob man das Tier dort sterben lassen oder es retten sollte. Eine private Initiative transporterte den Wal schließlich ab und setzte ihn in der Nordsee frei. Einige Tage später wurde sein Kadaver gefunden.
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.