Mecklenburg-Vorpommern
Toter Buckelwal "Timmy": Grüne kritisieren Minister Backhaus

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Grünen nach dem Tod des "Timmy" genannten Buckelwals Umweltminister Backhaus kritisiert. Landtagsfraktionsvize Terpe warf dem SPD-Politiker vor, sich im Spannungsfeld von öffentlichem Druck und medienwirksamer, geltungssüchtiger Profilierung oder persönlicher Inszenierung einzelner Akteure und Personengruppen bewegt zu haben.

    Mehrere Menschen begutachten einen toten Wal, der vor der dänischen Insel Anholt liegt.
    Toter Wal vor dänischer Insel Anholt (dpa / Marcus Golejewski)
    Verantwortungsvolle Entscheidungen müssten aber auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden. Wenn Wale strandeten, sei das auch Ausdruck menschengemachter Störungen der marinen Ökosysteme. Der Grünen-Politiker warf Backhaus vor, hier Lösungen zu blockieren. Nötig seien wirksame Schutzgebiete, weniger Nährstoffeinträge und ein Stellnetzverbot in Schutzgebieten.
    Gestern war ein verendeter Wal vor der dänischen Küste identifiziert worden. Demnach handelt es sich um das Tier, das mehrfach an der deutschen Ostseeküste gestrandet und schließlich in einer aufwendigen, von Medien begleiteten Aktion zunächst gerettet worden war. Die Öffentlichkeit gab ihm den Namen Timmy. Experten hatten gewarnt, das kranke und geschwächte Tier würde bei Freisetzung mutmaßlich ertrinken.
    Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.