Nach Tötung im Februar
Trauerfeier im Iran: Gebete an Chameneis Sarg - Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei nicht anwesend

Im Iran wird den zweiten Tag in Folge um den getöteten obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei getrauert.

    Eine dichte Menschenmenge steht auf einem großen Platz. Zu sehen ist eine Moschee mit zwei Minaretten sowie ein Gebäudekomplex mit einem riesigen Bild von Chamenei.
    Menschenmassen beim Totengebet für den getöteten iranischen obersten Führer Chamenei vor der Teheraner Großmoschee Mosalla. (IMAGO / Anadolu Agency / Stringer)
    Sein Sarg ist noch bis morgen in der Teheraner Großmoschee Mosalla aufgebahrt. Betende versammelten sich dort, darunter Irans Präsident Peseschkian sowie drei Söhne Chameneis. Sein Sohn und Nachfolger Modschtaba Chamenei war nicht dabei. Es wird vermutet, dass er im Februar bei dem US-israelischen Luftangriff auf seinen Vater verletzt wurde. Seitdem ist Modschtaba Chamenei nicht öffentlich in Erscheinung getreten.
    Morgen findet in Teheran ein Trauerzug mit dem Sarg von Ali Chamenei statt. Die iranischen Behörden rechnen mit mehreren Millionen Teilnehmern. Vor der Beisetzung am Donnerstag in Chameneis Heimatstadt Maschhad soll der Sarg noch in die schiitische Gelehrtenstadt Ghom sowie in schiitische Heiligtümer im Nachbarland Irak gebracht werden.
    Diese Nachricht wurde am 05.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.