Anteilnahme
Trauerveranstaltungen nach tödlichen Schüssen in Stade

Nach den tödlichen Schüssen auf sechs Menschen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade ist auf Gedenkveranstaltungen an die Toten erinnert worden.

    Viele Menschen laufen hinter einem schwarzen Banner. Es trägt in weißen Buchstaben die Aufschrift: "Stade trauert. In stillem Gedenken an die Opfer."
    Der Trauermarsch zog durch die Innenstadt von Stade. (picture alliance / dpa / Carsten Neff)
    Etwa 350 Menschen schlossen sich der Polizei zufolge einem stillen Trauermarsch an. Er endete mit einem Benefiz-Konzert, dessen Erlöse den Hinterbliebenen und der Jugendhilfe gespendet werden sollen. In Garbsen lud die Stadt zudem zu einer interreligiösen Gedenkfeier ein. Niedersachsens Ministerpräsident Lies sagte dort, das ganze Land sei vereint in Trauer und Fassungslosigkeit.
    Ein 45-jähriger Mann hatte am Montag in einer Jugendeinrichtung in Stade sechs Menschen erschossen. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft bewertet die Taten als sechsfachen Mord. Es lägen entsprechende Merkmale, insbesondere Heimtücke und niedere Beweggründe vor, hieß es in einer Mitteilung. Hintergrund der Tat war nach Angaben der Polizeidirektion Lüneburg vermutlich ein Sorgerechtsstreit. Die Opfer arbeiteten im Jugendamt beziehungsweise in der Jugendhilfeeinrichtung.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.