Am 8. Mai in Berlin gestartet
Treck in den Nahen Osten hat EU verlassen - Friedensaktivisten wollen Weihnachten in Jerusalem sein

Der Pferde-Friedenstreck aus Berlin in den Nahen Osten hat nach mehr als 2.700 Kilometern Fahrt die EU verlassen und das türkische Grenzgebiet erreicht. Ob und wann es von dort weitergeht, ist unklar.

    Ein Pferdewagen steht vor dem Brandenburger Tor in Berlin.
    Am 80. Jahrestag der Kapitulation des NS-Regimes und des Endes des Zweiten Weltkriegs in Europa startete in Berlin ein Friedenstreck mit Pferd und Wagen. Ziel ist Jerusalem. (dpa / Rolf Zöllner)
    Pferde, Menschen und Fahrzeuge befänden sich seit Donnerstag im Bereich des Grenzübergangs Kapikule auf türkischem Gebiet, sagte Pfarrer Helmut Kautz dem Evangelischen Pressedienst. Derzeit sei noch offen, ob eine Weiterreise möglich sei, hieß es. Die türkischen Grenzbeamten seien bei der Versorgung des Trecks behilflich, da dieser den Grenzbereich momentan nicht verlassen dürfe. So sei dem Zug mit neun Pferden zum Beispiel Strom und Wasser zur Verfügung gestellt worden.

    Start am 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs in Berlin

    Der Treck war am 80. Jahrestag des Weltkriegsendes, am 8. Mai, in Berlin gestartet und soll an Weihnachten Jerusalem erreichen. Dort soll eine aus Militärschrott gegossene Friedensglocke an eine Schule übergeben werden, in der jüdische, muslimische und christliche Kinder gemeinsam unterrichtet werden.
    Nach Angaben von Kautz ist die durch die Türkei geplante Route rund 1.600 Kilometer lang. Derzeit seien zwei Kutschen, sieben weitere Fahrzeuge und 18 Menschen dabei. Der Friedenstreck hat nach Brandenburg und Sachsen bislang Tschechien, Österreich, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien durchquert. Schirmherren des Projektes sind Brandenburgs Ministerpräsident Woidke (SPD) und Generalsuperintendent Bálint von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
    Diese Nachricht wurde am 29.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.