"Unser Schiff besitzt keinerlei Waffen. – Dafür hat es uns. Ich brauche alle sechs Treibstoffzellen. – Aye Captain!"
Ein Auftakt wie bei James Bond. Aber nicht nur die rasante Eröffnungssequenz erinnert an die "007"-Filme. Auch die Handlung von "Star Trek Into Darkness" ähnelt dem letzten Bond-Abenteuer "Skyfall". Hier wie dort ist der Gegenspieler ein Abtrünniger aus den eigenen Reihen. War sein Angriffsziel bei Bond die Schaltzentrale des britischen Geheimdienstes MI6, ist es jetzt bei "Star Trek" das Hauptquartier der Sternenflotte. Im Unterschied zu "Skyfall" lässt sich der mutmaßliche Terrorist hier allerdings schon nach knapp einer Stunde von Captain Kirk und seiner Crew schnappen. Da "Star Trek Into Darkness" aber doppelt so lang ist, wartet das Drehbuch noch mit einigen Volten auf. Die lassen den von TV-"Sherlock Holmes" Benedict Cumberbatch mit eiskaltem Blick gespielten Schurken in einem anderen Licht erscheinen.
"Wieso gestatten Sie mir weiterzuleben? – Wir alle machen Fehler. – Nein. Ich habe mich ergeben ... weil Sie doch über ein Gewissen verfügen, Mr. Kirk. "
Wie hieß es noch gleich im Vorspann zur alten Fernsehserie aus den 1960er-Jahren: "Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." Keineswegs in neue Film-Galaxien beamt dagegen J. J. Abrams die Fortsetzung zu seinem umjubelten Neustart von "Star Trek" vor vier Jahren. "Star Trek Into Darkness" ist wenig originell, bietet nicht viel mehr als die in solchen Filmen übliche Mischung aus bombastischer Action und Computereffekten. Das Ergebnis wird Trekkies nicht vergrätzen und alle Übrigen ebenso bei Laune halten.
Akzeptabel!
Ein Auftakt wie bei James Bond. Aber nicht nur die rasante Eröffnungssequenz erinnert an die "007"-Filme. Auch die Handlung von "Star Trek Into Darkness" ähnelt dem letzten Bond-Abenteuer "Skyfall". Hier wie dort ist der Gegenspieler ein Abtrünniger aus den eigenen Reihen. War sein Angriffsziel bei Bond die Schaltzentrale des britischen Geheimdienstes MI6, ist es jetzt bei "Star Trek" das Hauptquartier der Sternenflotte. Im Unterschied zu "Skyfall" lässt sich der mutmaßliche Terrorist hier allerdings schon nach knapp einer Stunde von Captain Kirk und seiner Crew schnappen. Da "Star Trek Into Darkness" aber doppelt so lang ist, wartet das Drehbuch noch mit einigen Volten auf. Die lassen den von TV-"Sherlock Holmes" Benedict Cumberbatch mit eiskaltem Blick gespielten Schurken in einem anderen Licht erscheinen.
"Wieso gestatten Sie mir weiterzuleben? – Wir alle machen Fehler. – Nein. Ich habe mich ergeben ... weil Sie doch über ein Gewissen verfügen, Mr. Kirk. "
Wie hieß es noch gleich im Vorspann zur alten Fernsehserie aus den 1960er-Jahren: "Viele Lichtjahre von der Erde entfernt, dringt die Enterprise in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat." Keineswegs in neue Film-Galaxien beamt dagegen J. J. Abrams die Fortsetzung zu seinem umjubelten Neustart von "Star Trek" vor vier Jahren. "Star Trek Into Darkness" ist wenig originell, bietet nicht viel mehr als die in solchen Filmen übliche Mischung aus bombastischer Action und Computereffekten. Das Ergebnis wird Trekkies nicht vergrätzen und alle Übrigen ebenso bei Laune halten.
Akzeptabel!
"Stoker"
"Was willst du von mir? – Dass wir Freunde sind. – Wir müssen keine Freunde sein. Wir sind Familie."
Eine Familie, deren Name bereits Unbehagen verbreitet. Sie heißt Stoker. Also genau wie der Schöpfer von Dracula. Die Stokers leben in einer viktorianischen Villa in den USA. Obwohl angesiedelt in der Gegenwart, scheinen Schauplatz und Figuren aus Zeit und Raum gefallen. Der besondere Look sowie ungewöhnliche Kameraperspektiven, die der Südkoreaner Park Chan-wook gewählt hat, verstärken das Rätselhafte der Handlung, die um die 18-jährige India kreist.
Auf der Beerdigung ihres Vaters, der bei einem Unfall gestorben ist, taucht auch der Bruder des Toten auf. Angeblich hat er die letzten Jahre in Europa verbracht. Zwischen der jungen Frau und ihrem mysteriösen Onkel entwickelt sich eine unheilvolle Verbindung. Regisseur Park zitiert in seinem sybillinischen Familiendrama mit sporadischen Thrillerelementen Hitchcock, ohne allerdings dessen dramaturgische Kunstfertigkeit zu erreichen. Erzählerisch und spannungstechnisch kann "Stoker" mit dem ausgefeilten visuellen Konzept nicht mithalten.
Deswegen: Zwiespältig.
Eine Familie, deren Name bereits Unbehagen verbreitet. Sie heißt Stoker. Also genau wie der Schöpfer von Dracula. Die Stokers leben in einer viktorianischen Villa in den USA. Obwohl angesiedelt in der Gegenwart, scheinen Schauplatz und Figuren aus Zeit und Raum gefallen. Der besondere Look sowie ungewöhnliche Kameraperspektiven, die der Südkoreaner Park Chan-wook gewählt hat, verstärken das Rätselhafte der Handlung, die um die 18-jährige India kreist.
Auf der Beerdigung ihres Vaters, der bei einem Unfall gestorben ist, taucht auch der Bruder des Toten auf. Angeblich hat er die letzten Jahre in Europa verbracht. Zwischen der jungen Frau und ihrem mysteriösen Onkel entwickelt sich eine unheilvolle Verbindung. Regisseur Park zitiert in seinem sybillinischen Familiendrama mit sporadischen Thrillerelementen Hitchcock, ohne allerdings dessen dramaturgische Kunstfertigkeit zu erreichen. Erzählerisch und spannungstechnisch kann "Stoker" mit dem ausgefeilten visuellen Konzept nicht mithalten.
Deswegen: Zwiespältig.

"Smashed"
" Fuck! Charlie! … Ich muss zur Arbeit. Du hast die Schlummertaste gedrückt. Ich komme zu spät."
Ein typischer Morgen bei Kate und Charlie. Am Abend vorher hat sich das junge Ehepaar wieder einmal bis zur Besinnungslosigkeit betrunken. Vor allem für Kate, die als Grundschullehrerin arbeitet, wird ihre Trinksucht immer mehr zum Problem. Sie verstrickt sich in Lügen und setzt damit ihren Job aufs Spiel. Also fasst Kate einen Entschluss:
"Ich kann so einfach nicht mehr weitermachen."
Ihr Weg, von der Droge Alkohol loszukommen, führt über die Anonymen Alkoholiker.
"Ich bin Kate. Ich bin Alkoholikerin."
Doch mit einem Ehemann und Freunden, die weitersaufen wie bisher, stößt Kate schnell an ihre Grenzen. "Smashed" – "Zerschmettert" – heißt dieses Porträt einer Trinkerin, das ganz in der Tradition von Billy Wilders "Das verlorene Wochenende" steht. Der Alkohol als Alltagsdroge. Ungeschönt und trotzdem nicht voyeuristisch schildert Regisseur James Ponsoldt das Schicksal dieser Trinkerin, die von Mary Elizabeth Winstead einfühlsam dargestellt wird.
Empfehlenswert. Sieht man einmal von der eher plumpen deutschen Synchronisation ab, die ein Wermutstropfen ist.
Ein typischer Morgen bei Kate und Charlie. Am Abend vorher hat sich das junge Ehepaar wieder einmal bis zur Besinnungslosigkeit betrunken. Vor allem für Kate, die als Grundschullehrerin arbeitet, wird ihre Trinksucht immer mehr zum Problem. Sie verstrickt sich in Lügen und setzt damit ihren Job aufs Spiel. Also fasst Kate einen Entschluss:
"Ich kann so einfach nicht mehr weitermachen."
Ihr Weg, von der Droge Alkohol loszukommen, führt über die Anonymen Alkoholiker.
"Ich bin Kate. Ich bin Alkoholikerin."
Doch mit einem Ehemann und Freunden, die weitersaufen wie bisher, stößt Kate schnell an ihre Grenzen. "Smashed" – "Zerschmettert" – heißt dieses Porträt einer Trinkerin, das ganz in der Tradition von Billy Wilders "Das verlorene Wochenende" steht. Der Alkohol als Alltagsdroge. Ungeschönt und trotzdem nicht voyeuristisch schildert Regisseur James Ponsoldt das Schicksal dieser Trinkerin, die von Mary Elizabeth Winstead einfühlsam dargestellt wird.
Empfehlenswert. Sieht man einmal von der eher plumpen deutschen Synchronisation ab, die ein Wermutstropfen ist.
"No Place on Earth"
Wenig glücklich auch die Entscheidung des Verleihs, im Dokumentarfilm "No Place on Earth" die Erzählungen der Protagonisten mit deutschen Stimmen zu unterlegen. Es ist die Geschichte der jüdischen Familie Stermer, die sich mit anderen Familien während des Zweiten Weltkriegs anderthalb Jahre in einer ukrainischen Höhle versteckt hat.
"Es war warm, es war trocken. Wir hatten Kissen und Decken und zu essen."
Die amerikanische Dokumentarfilmerin Janet Tobias hat nicht nur den unglaublichen Überlebenskampf und -willen einer Familie in Spielszenen nachempfunden. Sie ist auch mit dem inzwischen 92-jährigen Saul Stermer und seinen Angehörigen nach fast 70 Jahren in die Dunkelheit der Höhle zurückgekehrt. Ihre Erinnerungen sind die bewegenden Höhepunkte in dieser ganz bewusst im Halbdunkel gehaltenen Dokumentation. Der Verzicht auf eingesprochene deutsche Stimmen und auf den wabernden sentimentalen Klangteppich hätte "No Place On Earth" allerdings gut getan.
Dennoch: Empfehlenswert.
"Es war warm, es war trocken. Wir hatten Kissen und Decken und zu essen."
Die amerikanische Dokumentarfilmerin Janet Tobias hat nicht nur den unglaublichen Überlebenskampf und -willen einer Familie in Spielszenen nachempfunden. Sie ist auch mit dem inzwischen 92-jährigen Saul Stermer und seinen Angehörigen nach fast 70 Jahren in die Dunkelheit der Höhle zurückgekehrt. Ihre Erinnerungen sind die bewegenden Höhepunkte in dieser ganz bewusst im Halbdunkel gehaltenen Dokumentation. Der Verzicht auf eingesprochene deutsche Stimmen und auf den wabernden sentimentalen Klangteppich hätte "No Place On Earth" allerdings gut getan.
Dennoch: Empfehlenswert.
