Filmfestival
Tricia Tuttle lehnt Rückstritt als Berlinale Chefin ab - Kulturstaatsminister Weimer zuversichtlich

Die Chefin des Filmfestivals Berlinale, Tricia Tuttle, will an ihrem Posten festhalten. Tuttle sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie habe sich entschieden, mit ihrem Team die gemeinsam begonnene Arbeit fortzusetzen - im Zeichen institutioneller Unabhängigkeit.

    Tricia Tuttle spricht auf einer Bühne in ein Mikrofon.
    Berlinale-Leiterin Tricia Tuttle (picture alliance / dpa / Britta Pedersen)
    Zuvor habe sie in einem Gespräch mit Kulturstaatsminister Weimer auch die Möglichkeit einer einvernehmlichen Kündigung diskutiert.

    Kulturstaatsminister Weimer: "Sind auf einem guten Weg"

    Weimer zeigte sich angesichts des angekündigten Verbleibes von Tuttle zuversichtlich. "Wir sind auf einem guten Weg, die Berlinale zukunftsfest aufzustellen", sagte der Beauftragte für Kultur und Medien der Deutschen Presse-Agentur. Über Details werde am Mittwochmittag auf der Aufsichtsratssitzung mit der Intendantin gesprochen.
    Nach der diesjährigen Ausgabe des Festivals war Tuttle in die Kritik geraten, weil es zu politischen Bekundungen zum Nahostkonflikt gekommen war, die teilweise als antiisraelisch aufgefasst wurden. Deshalb war über eine Ablösung der Berlinale-Chefin spekuliert worden. Zahlreiche Filmschaffende solidarisierten sich mit der Festivalchefin.
    Diese Nachricht wurde am 03.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.