Nach Gerichtsentscheid
"Trostfrauen"-Denkmal in Berlin abgebaut

Im Berliner Bezirk Moabit ist eine Bronzestatue abgebaut worden, die an die sogenannten koreanischen "Trostfrauen" erinnert - jene Frauen, die im Zweiten Weltkrieg von japanischen Soldaten sexuell missbraucht wurden.

    Eine bronzefarbene Frauenskulptur erinnert in Berlin-Mitte an die Koreanerinnen, die während des 2.Weltkriegs japanischen Soldaten als Zwangsprostituierte dienen mussten
    Das Mahnmal zur Erinnerung an koreanische Zwangsprostituierte während des Krieges gegen Japan wurde abgebaut. (imago images /Jürgen Ritter)
    Ein Sprecher des Bezirks sagte, das Denkmal sei an einen sicheren Ort gebracht worden. Der Korea-Verband äußerte sich enttäuscht. Der Verband und der Bezirk Mitte streiten seit längerem um einen Platz für die Statue. Gestern hatte das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin bestätigt, wonach die Genehmigung für den bisherigen Standort nicht verlängert wird.
    Der Korea-Verband erklärte, nicht nur der Ort, auch der Umgang mit Erinnerung sei verloren gegangen. Die Vorstandsvorsitzende Nataly Jung-Hwa Han sagte der Deutschen Presse-Agentur, man habe einen temporären Standort ausgesucht und warte auf Antwort. Die Linksfraktion Mitte sprach von einem "fatalen Signal". Der Bezirk Mitte gab an, einen neuen Platz unweit des alten Standorts angeboten zu haben. Darauf sei der Verband aber nicht eingegangen.
    Diese Nachricht wurde am 18.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.