Nachkriegsordnung
Trump beruft Blair und Rubio in "Friedensrat" für Gazastreifen - keine deutsche Beteiligung

US-Präsident Trump hat die Gründungsmitglieder des sogenannten "Friedensrates" für den Gazastreifen ernannt.

    Rings um das bei israelischen Angriffen stark beschädigte Gebäude der Bank of Palestine in Gaza-Stadt stehen Notunterkünfte aus Zelten.
    Gaza-Stadt im Januar 2026 (picture alliance / Anadolu / Saeed M. M. T. Jaras)
    Dazu zählen sein Außenminister Rubio sowie der frühere britische Premierminister Blair. Nach Angaben des Weißen Hauses berief Trump zudem seinen Sondergesandten Witkoff, seinen Schwiegersohn Kushner und den Präsidenten der Weltbank, Banga, in den siebenköpfigen Vorstand des internationalen Gremiums. Den Vorsitz will Trump selbst übernehmen. Ein deutscher Vertreter ist nicht vorgesehen. Bundesaußenminister Wadephul hatte gestern die Erwartung geäußert, dass Deutschland eine Einladung zur Bildung des Friedensrats erhalte.
    Trumps 20-Punkte-Plan sieht vor, dass der Friedensrat die Übergangsregierung für den Gaza-Streifen beaufsichtigt. Diese besteht aus 14 palästinensischen Experten, die keine Verbindung zur islamistischen Hamas haben. Nach einer ersten Sitzung in Kairo erklärte der Vorsitzende der Übergangsregierung, Schaath, die Schaffung von neuem Wohnraum zur wichtigsten Aufgabe. Seit Oktober gilt im Gaza-Streifen eine fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas.
    Diese Nachricht wurde am 17.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.