Konflikt
Trump bringt seine Haltung im Streit um Grönland in Verbindung mit dem Nicht-Erhalt des Friedensnobelpreises

US-Präsident Donald Trump hat seine Haltung im Konflikt um Grönland in Verbindung mit dem Nicht-Erhalt des Friedensnobelpreises gebracht.

    US-Präsident Donald Trump geht an Bord der Air Force One und streckt die rechte Faust in die Höhe
    Donald Trump (Archivbild) (picture alliance / Associated Press / Mark Schiefelbein)
    Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, schrieb Trump eine entsprechende Nachricht an den norwegischen Premier Jonas Gahr Støre. Da dessen Land beschlossen habe, ihm den Friedensnobelpreis nicht zu verleihen, obwohl er mehrere Kriege beendet habe, fühle er sich nicht mehr verpflichtet, ausschließlich an den Frieden zu denken, obwohl dieser immer im Vordergrund stehen werde. Er könne nun darüber nachdenken, was für die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig sei, ergänzte Trump demnach.
    Das "Wall Street Journal" schreibt, es sei das erste Mal, dass Trump sein Streben nach Grönland ausdrücklich darauf zurückgeführt habe, den Nobelpreis nicht erhalten zu haben. Trump begründete seine Forderung einer US-Übernahme Grönlands bisher damit, dass die Insel wegen einer zunehmenden Präsenz Russlands und Chinas in der Arktis für die Sicherheitsinteressen der Vereinigten Staaten unverzichtbar sei.
    Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos sagte US-Finanzminister Bessent, er wisse nichts von solch einer Mitteilung Trumps. Die Mutmaßung eines Zusammenhangs zwischen Trumps Haltung zu Grönland und dem Fakt, dass der Republikaner nicht mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, sei aber eine "komplette Falschmeldung". Premier Støre erklärte laut BBC in seiner Antwort an Trump, dass der Friedensnobelpreis von einem unabhängigen Komitee und nicht von der norwegischen Regierung verliehen werde.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.