
Der 48-jährige Republikaner und sechsfache Vater aus dem Mittleren Westen gilt als konservativ und loyal zu Trump. Seit 2013 vertritt Mullin Oklahoma im Kongress – zunächst im Repräsentantenhaus, seit 2023 im Senat. Er ist derzeit der einzige indigene Senator im US-Senat, er ist eingeschriebenes Mitglied der Cherokee Nation.
Rolle als konservativer Cherokee-Politiker umstritten
Mullin vertritt eine stark unternehmensfreundliche Linie, misstraut staatlicher Regulierung und beschreibt sich Medienberichten zufolge selbst eher als Geschäftsmann. Politik betreibe er aus Pflichtgefühl. In seiner Heimat gilt Mullin als bodenständiger Vertreter des ländlichen Oklahoma – direkt, ungeschliffen und mit deutlichem Akzent. Gleichzeitig sorgt Mullins Rolle als konservativer Cherokee-Politiker immer wieder für Debatten. Einige sehen ihn als wichtigen Vertreter indigener Interessen in Washington. Andere kritisieren, Mullins Politik liege näher an der republikanischen Parteilinie als an den Positionen der Ureinwohner.
Entschlossener Unterstützer von Trumps Abschiebepolitik
Er sei zwar Republikaner und konservativ, gehe aber mit dem Anspruch ins Amt, alle hinter sich zu vereinen, sagte der 48-Jährige. "Die Aufgabe des Heimatschutzministeriums ist es, für die Sicherheit aller zu sorgen, unabhängig davon, ob Sie mich unterstützen oder nicht." Wie die "New York Times" beschreibt, ist Mullin ein entschlossener Unterstützer von Trumps rigoroser Abschiebepolitik. Zudem habe er sich für ein Gesetz ausgesprochen, das Amerikaner dazu verpflichten soll, bei der Registrierung zur Wahl einen Nachweis ihrer Staatsbürgerschaft vorzulegen. Ein Thema, das aktuell in den USA für Debatten sorgt und mit Blick auf die Zwischenwahlen im November noch an Brisanz gewinnen dürfte.
US-Präsident Trump hatte zuvor die bisherige Heimatschutzministerin Kristi Noem entlassen. Die 54-Jährige war unter anderem wegen der rigorosen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE, ihrer öffentlichen Darstellung und einer millionenschweren Werbekampagne in Bedrängnis geraten. Die Republikanerin soll nun den Posten der Sondergesandten einer neuen "Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre" übernehmen, wie Trump bekannt gab.
Weiterführende Informationen
"ICE Barbie": US-Heimatschutzministerin Noem muss gehen (Audio)
Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
